Prozesse digitalisieren: mit QuickZoll legal durch den Zoll

Prozesse digitalisieren: mit QuickZoll legal durch den Zoll

Ja, ich gehöre noch zur aussterbenden Spezies der Raucher. Und ich reise gerne. Diese beiden Aspekte führen dazu, dass ich…

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Ja, ich gehöre noch zur aussterbenden Spezies der Raucher. Und ich reise gerne. Diese beiden Aspekte führen dazu, dass ich die im Frühling 2018 erschienene App QuickZoll der Eidgenössischen Zollverwaltung als tolles Beispiel aufzeigen möchte, wie man Prozesse digitalisieren kann. Eine tolle Applikation – übrigens auch für Nichtraucher.

Früher: der kleine Nervenkitzel bei der Einreise

Ich bin fast jedes Jahr irgendwo im Ausland in den Ferien. Manchmal verreise ich auch geschäftlich, beispielsweise zu unserer Entwicklungsfirma in Valencia. In Spanien kaufe ich meist grössere Mengen an Fleisch, Lomo, Jamon Serano und Chorizo gehören dort zu meinen Standardeinkäufen. Zudem kaufe ich mir im Duty Free eigentlich immer Zigaretten. Oft kam es somit in der Vergangenheit vor, dass ich ein paar Gramm Fleisch zu viel oder auch ein paar Zigaretten zu viel dabei hatte, als ich in die Schweiz zurückgekommen bin. Verzollt habe ich früher eigentlich nie etwas. Der Zeitaufwand, mich beim Zoll anzustellen war mir zu gross, das Risiko beim Zoll rausgenommen zu werden stufte ich als gering ein.

Umdenken dank einfachem digitalem Prozess

Ende März lancierte die Eidgenössische Zollverwaltung die App QuickZoll. Ich installierte die App umgehend und klickte mich ein bisschen durch die App durch. Im Mai war ich dann ein paar Tage in Berlin. Wie immer kaufte ich mir bei der Hinreise eine Stange Zigaretten im Duty Free und das selbe tat ich auch bei der Rückreise, obwohl noch eine halbe Stange von der Hinreise übrig war. Alles wie immer? Nicht ganz. Bei der Ankunft in Zürich zückte ich die QuickZoll App, erfasste brav die mitgeführten 300 Zigaretten und bezahlte mittels Kreditkarte.

Prozesse digitalisieren mit der QuickZoll App: In wenigen Schritten zur korrekten Verzollung

In wenigen Schritten zur korrekten Verzollung

Prozesse digitalisieren kann sich lohnen

Die Zahlen zu QuickZoll sind ziemlich eindrücklich. Wir haben bei der eidgenössischen Zollverwaltung nachgefragt und ein paar interessante Zahlen in Erfahrung gebracht. Die App wurde am 27. März lanciert. Bis Ende Juni wurden 2’500 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von knapp CHF 150’000 über die App abgewickelt. Dies entspricht somit einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von CHF 60.-

Es liegt mir fern zu behaupten, der Zoll hätte diese CHF 150’000.- ohne die App nicht eingenommen. Sicherlich sind unter den Transaktionen auch zahlreiche Nutzer, die auch ohne die App ihre Waren korrekt verzollt hätten. Aber beim einen oder anderen wird sicherlich wie bei mir ein Umdenken stattgefunden haben. Auf jeden Fall aber kann man sagen, dass die Applikation ein sehr schönes Beispiel ist, wie man seine Prozesse digitalisieren kann und damit einen Mehrwert für seine Kunden schafft.

Disclaimer: swiss smart media war weder an der Konzeption noch an der Entwicklung von QuickZoll beteiligt. Wir beraten unsere Kunden jedoch in verschiedenen Projekten bei der Digitalisierung von Prozessen und setzen diese als Entwicklungsunternehmen teilweise auch zusammen mit unseren Kunden um. Die QuickZoll-App gibt es für Android und iOS.

 

Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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