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Alternativen zu Google Analytics: Matomo für mehr Datenschutz

Google Analytics hat sich zu einem Quasi-Standard für das Analysieren von Webseitenbesuchern entwickelt. Der Nachteil: Die Daten stehen nicht nur…

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Google Analytics hat sich zu einem Quasi-Standard für das Analysieren von Webseitenbesuchern entwickelt. Der Nachteil: Die Daten stehen nicht nur dem Webseitenbetreiber zur Verfügung sondern werden direkt auch an Google weiter geleitet. Doch es gibt auch Alternativen zu Google Analytics. Eine davon setzen wir seit ein paar Monaten auch auf unserer eigenen Webseite ein: Matomo

Mehr Datenschutz dank Matomo

Der wohl grösste Nachteil von Google Analytics für die Besucher einer Webseite ist, dass die Daten nicht nur dem Webseitenbetreiber zur Verfügung stehen sondern selbstverständlich auch Google. Dies ist die Prämisse dafür, dass Google das umfassende Analysetool den Webseitenbetreibern kostenlos zur Verfügung stellt. Auch wir nutzen nach wie vor für viele unserer Webprojekte Google Analytics. Es ist einfach zu integrieren wenn man nur ein paar Basiszahlen benötigt und es generiert keine Kosten im Betrieb.

Im Zuge der Einführung der DSGVO haben wir begonnen, uns verstärkt mit dem Thema Datenschutz auseinander zu setzen. Zwar kann Google Analytics auch DSGVO konform betrieben werden, uns interessierte jedoch, ob bezüglich Datenschutz noch etwas mehr geht. Im Zuge unserer Recherche sind wir auf Matomo gestossen. Matomo ist eine Open Source Lösung und kann auf dem eigenen Webserver betrieben werden, auf dem auch die eigene Webseite läuft. Die gewonnenen Daten stehen nur dem Betreiber selbst zur Verfügung und werden nicht an Drittanbieter weiter gereicht.

Die wichtigsten Funktionen von Matomo

Matomo bietet sehr viele Basis-Funktionen, die Google Analytics ebenfalls beinhaltet. Dabei besticht Matomo durch die Einfachheit der Bedienung. Im Gegensatz zu Google Analytics können zwar nicht zig unterschiedliche Dimensionen ausgewertet werden, wer aber primär an Informationen wie Einstiegsseiten, Akquisition (wo kamen die User her), Verweildauer auf der Webseite, betrachtete Seiten und Aussteigsseiten interessiert ist, für den stellt Matomo durchaus eine Alternative zu Google Analytics dar. Bei Bedarf können wie bei Google Analytics auch Conversion-Ziele definiert und ausgewertet werden. Ebenfalls unterstützt werden Kampagnen-URL’s, die für die Erfolgsmessung von Social Media Posts und Newslettern eine zentrale Bedeutung spielen.

Nachfolgend haben wir einige Screens mit interessanten Auswertungen zusammengestellt:

Matomo, die Alternative zu Google Analytics - Dashboard - Übersicht über die wichtigsten Ereignisse

Matomo Dashboard: Die wichtigsten Ereignisse im Beobachtungszeitraum im Überblick behalten.

Matomo Auswertung zu Gerätetypen

Matomo bietet auch eine Auswertung nach Gerätetypen. Diese ist insbesondere relevant, wenn man wissen will, von welchen Endgeräten viele Zugriffe generiert werden und auf welche man entsprechend seine Webseite optimieren sollte.

Matomo Auswertung Einstieggseiten

Die Einstiegsseiten zeigen auf, welche Seite ein Nutzer zuerst betrachtet hat. Dies gibt z.B. Hinweise darauf, welche Seiten besonders gut auf SEO ansprechen weil sie relevanten Content bieten. Böse Zungen munkeln übrigens, unser COO Ivan Camponovo google sich täglich selbst. Die Detailanalyse bringt nämlich zum Vorschein, dass fast alle Zugriffe auf seine Seite von nur einem Gerät stammen 😉

Matomo Akquisition

Die Akquisitionsansicht zeigt, von wo die Besucher auf unsere Seite weitergeleitet wurden.

 

Und was kann Matomo nicht?

Google kennt seine Nutzer sehr gut. Diese Kenntnis fliesst natürlich auch in Google Analytics ein. Schaltet man die entsprechenden Berichte ein, kann man mit Google Analytics wertvolle Informationen z.B. zum Alter, Geschlecht und Interessen seiner Nutzer gewinnen. Diese Daten sammelt Matomo nicht.

Auch wer mit Google AdWords arbeitet findet in Google Analytics Auswertungen, die er in Matomo vergeblich suchen wird. Matomo Nutzer müssen diese Berichte bei Bedarf selbst über das Google AdWords-Interface generieren.

Generell beschränkt sich Matomo stark auf die Basics. Zahlenmenschen, die gerne komplexe Auswertungen erstellen, werden in Google Analytics sicherlich mehr Spielraum vorfinden, um sich auszutoben.

Ist Matomo wirklich eine Alternative zu Google Analytics?

Matomo kann durchaus eine gute Alternative zu Google Analytics sein. Dies ist abhängig davon, in welcher Tiefe man sich Reports und Nutzerdaten wünscht. Matomo bietet eine sehr gute Basis, um die eigenen Benutzer besser kennen zu lernen und lässt sich übrigens auch in Apps integrieren. Wünscht man sich Verknüpfungen zu Google Adwords oder eine vertiefte Analyse der Zielgruppen, kommt man an Google Analytics jedoch nicht vorbei. Aus unserer Erfahrung reichen jedoch den meisten Webseiten-Betreibern die durch Matomo generierten Zahlen aus. Wer zusätzlich auf ein einfaches Interface wert legt und deshalb mit Google Analytics oft überfordert ist, wird Matomo definitiv lieben.

Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie möchten Matomo als Alternative zu Google Analytics auch auf Ihrer Seite einsetzen? Gerne beraten wir Sie bezüglich der Integration.

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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App Technologien im Überblick: Nativ, Hybrid und Web-Apps

Entscheidet man sich, eine App zu entwickeln, steht ganz zu Beginn der Entwicklung ein Technologie-Entscheid an. Will man seine Apps…

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Entscheidet man sich, eine App zu entwickeln, steht ganz zu Beginn der Entwicklung ein Technologie-Entscheid an. Will man seine Apps komplett nativ entwickeln, kann eine Web-App die heutigen und zukünftigen Anforderungen abdecken oder ist gar eine hybride App die Lösung? Wie zeigen die verschiedenen App Technologien im Überblick.

Native-Apps und Web-Apps – was sind die Unterschiede?

Entwickelt man eine Mobile-App für Endnutzer entscheidet man sich heute meistens für die Unterstützung der beiden Betriebssysteme Android sowie iOS von Apple. Diese beiden Betriebssysteme nutzen heute fast 100% der Smartphone-Nutzer weltweit, andere Betriebssysteme wie Windows Mobile oder Symbian sind weitgehend verschwunden.

Native Apps werden spezifisch für das entsprechende Betriebssystem entwickelt. Dabei setzt Android auf Java, während bei Apple die eigene und proprietäre Programmiersprache Swift zum Einsatz kommt. Diese beiden Programmiersprachen sind so unterschiedlich, dass eine spezifisch für Android entwickelte App nicht einfach auf Apple’s iOS portiert werden kann und umgekehrt.

Im Gegenzug zu nativen Apps werden Web-Apps nicht für ein bestimmtes Betriebssystem entwickelt sondern sie werden so entwickelt, dass sie in einem Browser (Chrome, Safari, Firefox, usw.) ausgeführt werden können. Die zentrale Programmiersprache ist dabei HTML, es können jedoch auch weitere im Web verbreitete Programmiersprachen eingesetzt werden wie z.B. Javascript und PHP. Die Ausführung der App geschieht nicht wie bei nativen Apps direkt durch das Betriebssystem sondern es wird immer ein Browser zur Ausführung verwendet.

Vorteile und Nachteile von nativen Apps

Die beschriebenen App Technologien bieten natürlich auch ihre Vor- und Nachteile, so auch die Entwicklung von nativen Apps. Der grösste Vorteil ist sicherlich, dass die App spezifisch für das entsprechende Betriebssystem entwickelt wurde und somit bestimmte vom Betriebssystem mitgegebene Vorteile nutzen können. So gibt es beispielsweise für Android gewisse vom Betriebssystem mitgegebene Standards, wie Animationen – beispielsweise bei einem Screen-Wechsel – umgesetzt werden sollen. Diese können bei nativen Apps ganz einfach über die Einbindung einer Library implementiert werden.

Eine native App erlaubt zudem den Zugriff auf sämtliche Hardware-Komponenten, sofern dies vom Betriebssystem-Hersteller nicht blockiert wurde. So können Android-Apps auf den NFC Chip zugreifen, während Apple dies nur eingeschränkt tolleriert. Auch der Zugriff auf andere Hardware-Schnittstellen wie z.B. Bluetooth, den Fingerabdruck-Sensor, die Kamera oder das Gyroskop ist mit nativen Apps sehr einfach, während Web-Apps auf die meisten dieser Hardware-Komponenten nicht zugreifen dürfen. Auch wenn man die App Offline-Fähig gestalten möchte, bietet sich eher eine native App an. Der benötigte Code zur Ausführung der App wird dann initial bei der Installation heruntergeladen. Zwar gibt es auch bei Web-Apps heute die Möglichkeit, diese beschränkt Offline-Fähig zu programmieren, in der Praxis ist dies dann aber meistens fehleranfällig und fühlt sich insbesondere bei komplexen Apps auch weniger flüssig an als bei einer nativen App.

Mitunter der grösste Vorteil einer nativen App gegenüber einer Web-App: sie kann durch den Entwickler im App-Store bzw. bei Google Play veröffentlicht und durch die Nutzer dort heruntergeladen werden. Nach dem Download hat der Nutzer das App-Icon auf dem Desktop und sie bleibt ihm so im Blickfeld (was zu regelmässiger Nutzung anregen kann). Zwar kann man sich auch eine Web-App als Lesezeichen auf dem Desktop ablegen. Der Prozess dazu ist jedoch komplizierter und die meisten Nutzer kennen diesen nicht.

Während Webapps auf Android heute bereits Push-Notifications unterstützen, ist dies bei Apple auch unter iOS 12 nach wie vor nicht möglich. Apple schützt mit der nur sehr zögerlichen Unterstützung von Web-Apps sein Geschäftsmodell, das im wesentlichen auch darauf basiert, dass Apps aus dem App-Store heruntergeladen werden sollen, um so Einnahmen aus dem In-App Payment zu generieren.

Und was ist nun eine Hybrid-App?

Hybrid-Apps verbinden die Vorteile der beiden Technologien in sich. Meistens bestehen sie aus einem grossen Teil, der als Web-App entwickelt wurde und der dann in Containern – einer sogenannten Webview – innerhalb der App dargestellt wird. Die Webview ist dabei nichts anderes als ein in der App integrierter Browser, der die Web-App ausführt und darstellt. In der Hybrid-App werden nur noch diejenigen Funktionalitäten nativ programmiert, die einen Vorteil aus der nativen Entwicklung ziehen. Dazu gehören beispielsweise der Zugriff auf die Hardware oder die weiter oben bereits erwähnten Push-Notifications.

Übersicht: Native, Hybrid, Web-App, Mobile Webseite

Übersicht: Native, Hybrid, Web-App, Mobile Webseite. Die Vor- und Nachteile im Überblick

 

Beispiele gefällig?

Ein klassisches Beispiel für eine native App ist WhatsApp sowie die meisten anderen Messenger. Es gibt auch zentrale Gründe, wieso bei Messenger-Apps oft auf native App-Entwicklung gesetzt wird: In ihnen sollen grosse Datenmengen (der gesamte Chat-Verlauf mit Bildern, Videos, usw.) offline auf dem Gerät gespeichert werden und für den Nutzer so möglichst rasch zugänglich sein. Auch viele Spiele sind mehrheitlich nativ programmiert – mal abgesehen von den Werbeanzeigen, die natürlich dann wiederum über das Web bezogen werden.

Die meisten Tageszeitungen setzen heute auf eine Kombination aus Web-App und Hybrid-App. Für sie ist die Web-App ein zentrales Element, denn die Inhalte aus der Web-App werden einerseits von den Suchmaschinen indiziert, andererseits konsumieren viele Kunden News auch nachwievor noch über den Desktop-Computer. Gleichzeitig wollen sie auch eine gewisse Präsenz auf dem Smartphone des Nutzers sicherstellen und ihm regelmässig die Breaking News per Push-Notification zukommen lassen. Deshalb setzen die meisten Medien in den App-Stores auf eine Hybrid-App, die genau diese Funktionalitäten anbietet, gleichzeitig aber den grössten Teil der Inhalte als Webview darstellen.

Vergleich der Hybrid- und Web-Apps von Blick und 20 Minuten

Vergleich der Hybrid- und Web-Apps von Blick und 20 Minuten: Links jeweils die Hybrid-App aus dem Store, rechts die Web-App. Auf den ersten Blick sind die Unterschiede kaum zu erkennen.

 

Und auf welche App Technologien soll ich nun setzen?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Je nach Anforderungen an die App macht es mehr Sinn, auf sich einen nativen, einen hybriden oder einen reinen Web-Ansatz zu fokussieren. Generell kann man sagen, dass die Kosten für eine native App am höchsten sind, da die Inhalte für jedes Betriebssystem einzeln entwickelt werden müssen. Der Trend geht deshalb heute klar hin zu hybriden Apps und Web-Apps, die in der Entwicklung und entsprechend auch im Unterhalt weniger hohe Kosten verursachen. Gerade wenn jedoch Funktionalitäten wie die Offline-Verfügbarkeit eine zentrale Anforderung darstellen, können native Apps jedoch nach wie vor Sinn machen.

Um einen Überblick über die Entwicklungskosten zu erhalten, bietet sich unser App-Rechner an. In diesem können Sie auch konfigurieren, welche Technologie aus Ihrer Sicht am besten passt und können somit die Auswirkungen auf die Entwicklungskosten besser abschätzen. Gerne beraten wir Sie selbstverständlich auch persönlich bei Ihrem Vorhaben.

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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Von der Idee zur eigenen App

Der Weg von der App-Idee bis zur finalen Umsetzung kann manchmal steinig und lang sein. In diesem Blogbeitrag zeigen wir…

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Der Weg von der App-Idee bis zur finalen Umsetzung kann manchmal steinig und lang sein. In diesem Blogbeitrag zeigen wir auf, wie man von der Idee zur eigenen App gelangt. Natürlich gibt es dafür kein Pauschalrezept, die groben Projektschritte und Meilensteine sind aber in praktisch jedem Projekt die selben.

Analyse und Konzeption

Wir haben Kunden aus den verschiedensten Branchen und oft kommen unsere Auftraggeber auch aus unterschiedlichen Abteilungen innerhalb einer Firma, sei dies die IT-Abteilung, das Marketing oder direkt der Geschäftsführer. Je nachdem, welchen beruflichen Hintergrund der Auftraggeber hat, gelangt er bereits mit einem technischen Grobkonzept oder ganz einfach mit einer Idee für eine App an uns.

Egal, wie weit das Konzept schon ist: wir als Entwicklungspartner nehmen uns immer die Zeit, die Anfrage eines Kunden genau zu analysieren. Oft resultiert daraus ein Meeting, in welchem wir verschiedene Ziele verfolgen:

  • Wir wollen herausspühren, was genau der Kunde möchte.
  • Oftmals hat ein Kunde eine Gesamtlösung mit sehr vielen Funktionen vor Augen. Wir überlegen uns gemeinsam mit ihm, wie diese priorisiert werden könnten. Dazu gehört auch, dass wir uns bereits in dieser Phase überlegen, was eine Funktion in der Umsetzung kosten wird und ob man sie nicht einfacher lösen könnte.
  • Nicht zuletzt dient dieses Meeting auch dazu, den Kunden für einen groben Kostenrahmen zu sensibilisieren.

Besteht seitens des Kunden bereits ein technisches Gesamtkonzept, wird dieses in der anschliessenden Konzeptionsphase weiter verfeinert und Details, die übersehen wurden werden spezifiziert. Oftmals beginnt aber nach dem ersten Kundenkontakt erst die richtige Konzeptionsarbeit. Dabei ist das Vorgehen sehr unterschiedlich:

  • Hat der Kunde eigene Ressourcen übernehmen wir oft eine rein beratende Funktion und helfen ihm das Konzept zu erstellen
  • Oftmals möchte der Kunde diese Arbeit jedoch durch uns als spezialisiertes Unternehmen machen lassen, was wir natürlich auch gerne tun.

Technische Umsetzung der App

Nach der Konzeption geht es an die technische Umsetzung der App. Wobei der Titel eigentlich irreführend ist: Die meisten Systeme, die wir in den vergangenen Jahren umsetzen durften, waren mehr als nur eine App für iOS und/oder Android. Oftmals handelt es sich vielmehr um komplexe Gesamtsysteme. Diese beinhalten ein Backend, von welchem die Apps die Daten beziehen und oft auch ein WebCMS, das dem Kunden zur Datenverwaltung dient. In vielen Fällen werden gewisse Daten zudem von bereits bestehenden Systemen generiert, so dass Schnittstellen zwischen diesen Umsystemen und dem Backend programmiert werden.

Agile Entwicklung als Vorteil für den Kunden

In den letzten Jahren hat sich in der Software-Entwicklung die agile Methodik etabliert und bewährt. Im Gegensatz zu nicht agil geführten Projekten wird hierbei zwar nach wie vor im Voraus ein Konzept erstellt, dieses ist jedoch oft etwas weniger detailliert und in der Umsetzung flexibler, da zahlreiche Details erst in der Umsetzung genau spezifiziert werden. Die Zentrale Rolle in der agilen Entwicklung auf Seite des Kunden ist dabei der Product Owner. Er entscheidet zusammen mit dem Entwicklungspartner über die Details bzw. lässt Entscheidungen intern beim Kunden absegnen. Er trägt dabei auch die Budget-Verantwortung und priorisiert während des Projekts die Features.

Publikation und Kommunikation

Ist die App fertig entwickelt und getestet, wird sie publiziert. Handelt es sich um eine App für Endkunden, geschieht dies in den klassischen App Stores für iOS und Android. Apps für den internen Gebrauch werden entweder über eine Mobile Device Management Plattform an die Mitarbeitenden ausgerollt oder die Mitarbeitenden können sie selbst über einen Link installieren.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt bei B2C Apps ist die Kommunikation nach der Publikation der App. Sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store gibt es mittlerweile über zwei Millionen Apps. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde Ihre App „einfach so“ herunterlädt ist marginal. Deshalb gilt  nach der Lancierung ein starker Fokus auf der Kommunikation. Sei dies über bestehende Kanäle wie Newsletter oder auch mit dem Einsatz von beispielsweise Google Ads oder Facebook-Ads: dem Kunden muss der Mehrwert der App kommuniziert werden und er muss dazu bewogen werden, ihre App herunterzuladen und zu nutzen. Eine oft gemachte Erfahrung: man reserviert sich als Unternehmung zwar ein Entwicklungsbudget, vergisst jedoch, dass nach der Entwicklung ein Budget für die Kommunikation zur Verfügung stehen muss.

Wartung, Betrieb und Weiterentwicklung

Sobald das Entwicklungsprojekt abgeschlossen ist, geht die Lösung in den Betrieb über. Dabei gilt es einerseits sicherzustellen, dass die App langfristig funktionsfähig bleibt. So wird die App regelmässig auf neuen Betriebssystem-Versionen getestet und für diese lauffähig gemacht. Oftmals kommen gewisse Funktionswünsche auch erst nach der Lancierung einer App auf. Kunden oder Mitarbeiter nutzen die App und gelangen mit neuen Wünschen an den Product Owner. Dieser priorisiert die Wünsche und gibt sie wiederum an die Entwicklung weiter.  So entsteht ein kontinuierlicher Prozess mit regelmässigen Releases der garantiert, dass die Nutzer langfristig einen Mehrwert an der App haben und diese regelmässig und mit Freude nutzen.

Was kostet die Entwicklung?

Was eine App kostet hängt stark von der Komplexität und vom Umfang ab. Unser App-Rechner gibt Ihnen eine grobe Vorstellung zu den möglichen Kosten.

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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Handy Safari – die Post ist auch dabei…

Bereits seit vielen Jahren dürfen wir jeweils das Projekt Handy-Safari für unterschiedliche Destinationen in der ganzen Schweiz umsetzen. Die Handy…

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Bereits seit vielen Jahren dürfen wir jeweils das Projekt Handy-Safari für unterschiedliche Destinationen in der ganzen Schweiz umsetzen. Die Handy Safari ist ein Spiel für die ganze Familie, welches in verschiedenen Ferienregionen der Schweiz angeboten wird. Dabei sollen die Teilnehmer ihre Feriendestination spielerisch entdecken und kennen lernen.

Teilnahme per Handy Safari App

Bei Erwachsenen liegt das Wandern schon seit längerem im Trend. Nicht immer sehen Kinder dem Spass positiv entgegen, oft müssen sie zu Ihrem Glück gezwungen werden. Um die gemeinsame Wanderung aber für alle Teilnehmer zu einem schönen Erlebnis zu machen haben wir die zündende Idee entwickelt: Mit Hilfe unserer neuen Handy Safari App für Abwechslung zu sorgen.

2019 mit neuem Partner – Die Schweizerische Post

Seit vielen Jahren wird dieses Spiel bereits in unterschiedlichsten Regionen in der Schweiz erfolgreich angeboten. Seit Mai 2019 bietet auch die Schweizerische Post AG acht Wanderrouten in Kooperation mit der Reka in der App an.

 

Gutscheine im Wert von je CHF 1000 zu gewinnen

Mit etwas Glück können die Teilnehmer bei diesen Routen sogar einen von drei Gutscheinen im Wert von CHF 1000.- für Familienferien in einem Reka-Feriendorf gewinnen.

Der Spielablauf:

  • Die Destination legt die Route fest, welche die Teilnehmer dann ablaufen werden
  • Der Teilnehmer startet die Handy Safari über mobile App
  • Die Reihenfolge der zu besuchenden Orte  ist durch den Spielablauf fest vorgegeben
  • Auf diesem Weg erhält er Fragen. Sobald er eine Frage richtig beantwortet hat, kommt die nächste Frage mit einem Hinweis, wohin er sich als nächstes zu begeben hat.
  • Am Schluss erhält der Teilnehmer dann einen Gewinncode, mit welchem er im Tourismusbüro ein kleines Geschenk abholen kann (die Geschenke werden von den Destinationen organisiert) und/oder er nimmt an einer Schlussverlosung teil

Teilnehmende Destinationen 2019:

  • Aubonne (VD)
  • Brigels (GR)
  • Drône (VS)
  • Gänsbrunnen (SO)
  • Guarda (GR)
  • Gurnigel/Wasserscheidi (BE)
  • Schwellbrunn (AR)
  • Someo (TI)
  • Stans (NW)

Infos für interessierte Destinationen:

Sie möchten die Handy Safari auch in Ihrer Destination anbieten? Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

Ivan Camponovo

COO

Ivan Camponovo verstärkt unser Team seit dem 01.11.2017. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Telekommunikationsbranche, kann er auf eine breite Erfahrung in der Unternehmensführung mit der Kernkompetenz im Operating zurückgreifen. Als Leiter eines Unternehmens im Auskunftsbereich war er ausserdem im Marketing und Lobbying tätig. Er ist ein Generalist mit zusätzlicher Erfahrung im Projekt-Management mit globalen Stakeholdern.

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Swiss Ice Hockey: neue White Labeling App für die Lakers – Das Konzept und einige Zahlen

Seit dem 5. September 2018 dürfen wir neben den bereits bestehenden zehn Clubs aus National League und Swiss League auch die…

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Projekt Seite Produkt Seite Blog Seite: Vorteile des Azure Cloud-Hostings

Seit dem 5. September 2018 dürfen wir neben den bereits bestehenden zehn Clubs aus National League und Swiss League auch die Rapperswil-Jona Lakers zu unseren Kunden zählen. Die Erfolgsgeschichte der Swiss Ice Hockey App und des dazugehörigen White Labeling Konzepts setzt sich somit fort.

SC Rapperswil-Jona Lakers als 11. White Labeling App

Mit den im Frühling 2018 wieder in die National League aufgestiegenen Lakers konnte swiss  smart media bereits den elften Schweizer Eishockey-Club für das White Labeling Konzept der Swiss Ice Hockey App gewinnen. Die Lakers sind somit der achte National League Club, der die White Labeling App einsetzt. Die neue App bietet den Fans der Lakers einen zuverlässigen Resultate-Service und viele Statistiken und Informationen über ihren Lieblingsverein.

Konzept des White Labelings der Swiss Ice Hockey App

Das Konzept der Swiss Ice Hockey App baut darauf auf, dass die Clubs der beiden obersten Ligen der Schweiz eine auf ihren Club personalisierte Version der Swiss Ice Hockey App beziehen können. Dabei können sie zahlreiche Elemente wie zum Beispiel die Farben und Bilder für den eigenen Club personalisieren. Zusätzlich können die Clubs eigene Navigationspunkte im App-Menü definieren, mit denen eine Webseite direkt in die App eingebunden werden kann. Viele Clubs nutzen diese zusätzlichen Navigationspunkte beispielsweise, um auf ihren Ticketshop zu verlinken.

Das White Labeling Konzept hat sich für Swiss Ice Hockey bewährt. Als Dienstleister bietet der Verband so den Clubs eine Möglichkeit, zu einem günstigen Preis zu einer modernen und performanten App zu kommen. Während die Swiss Ice Hockey App exklusiv auch die Resultate für alle Ligen des Breitensports bietet (von der MySports League bis hin zu den Junioren) können die Clubs ihren Fans stets die aktuellsten Resultate aus National League und Swiss League bieten. Für die Clubs entsteht so eine interessante Möglichkeit, ihre Fans zu binden und mit Informationen zu versorgen. Zudem erhalten auch Sponsoren der Clubs eine neue Möglichkeit, sich bei den Fans bekannt zu machen.

Viel Performance dank Microsoft Azure Cloud

Die Verarbeitung und Aufbereitung der Daten für die Apps wird über die Azure Cloud abgewickelt. Diese Lösung garantiert, eine performante Datenversorgung der Apps auch in Spitzenzeiten. An Spitzentagen informieren sich oft zehntausende von Hockeyfans gleichzeitig über die mittlerweile 12 Apps. Sie werden nur Sekunden nach einem Tor per Push-Notification über das Tor informiert. Die Abwicklung über einen Cloud-Anbieter erlaubt es uns und unserem Kunden, sowohl die Spitzenzeiten mit über 240 Spielen an Spitzentagen performant abzuwickeln, als auch in der Saisonpause, in der sehr wenig Serverleistung benötigt wird, Kosten einzusparen.

Eindrückliche Zahlen aus der Saison 2017/18

Die 12 Apps haben mittlerweile über 200’000 aktive Nutzer. Rund die Hälfte davon benutzt die offizielle Swiss Ice Hockey App, während die andere Hälfte sich auf die verschiedenen Clubs verteilt. In der Saison 2017/18 wurden über 250 Millionen Push-Notifications mit Toren, Resultaten und News-Beiträgen verschickt.

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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Smartphone in 5 Jahren – Future Smartphone 2023

Smartphones erfreuen sich seit einem Jahrzehnt grosser Beliebtheit. Gefühlt hat sich noch nie ein Produkt so rasant Marktanteile (und gigantische…

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Smartphones erfreuen sich seit einem Jahrzehnt grosser Beliebtheit. Gefühlt hat sich noch nie ein Produkt so rasant Marktanteile (und gigantische Umsätze) erschlossen, national wie global. Doch wie sieht ein Smartphone in 5 Jahren aus?

Die Technik macht grosse Fortschritte. Aber wo genau sind diese Fortschritte eigentlich angesiedelt? Und viel spannender: Wie sieht eigentlich konkret das Smartphone in 5 Jahren aus? Ich möchte kein „Glaskugel lesen“ betreiben, wie könnte es in 20 Jahren aussehen (vielleicht fliegende Dronen-Smartphones die uns begleiten?). Stattdessen habe ich versucht realistisch abzuschätzen, wie das Smartphone in fünf Jahren aussehen wird. Dabei habe ich Smartphones von vor 10 Jahren, vor 5 Jahren und heute mathematisch einbezogen.

Smartphone der Zukunft: Nichts besonderes – aber sehr viel mehr von allem

Die meisten Daten habe ich realistisch linear extrapoliert. Es gibt Komponenten wie z.B. der Bildschirm, bei denen man von genug materialwissenschaftlichen und verkleinerungstechnischen Errungenschaften ausgehen kann. Andere wie die Prozessoren sind durch gewisse physikalische Regeln limitiert. Diese haben daher so langsam das Ende ihres Wachstums erreicht. Weitere Technologien wie der zukünftig 5G Mobilfunk sind schon definierte Standards die heute gebaut werden. Hier kann man relativ zuverlässig aus professionellen Studien ablesen mit welchem Ausbau bis in 5 Jahren gerechnet werden kann.

Allgemein habe ich mich an einem „bezahlbaren teuren“ Smartphone um die 700 USD orientiert. D.h. für 2008, genauso wie für 2013 und heute. Die Namen der bestehenden Phones sowie alle Details sehen sie in der Tabelle am Ende des Artikels. Beim Hersteller für 2023 gehe ich von einem Koreanischen oder Chinesischen Produkt der oberen Klasse aus. Das wie auch heute schon ein Smartphone höchster Qualität ist.

Tendenziell wird ein Phablet (so genanntes Phone-Tablet) in 5 Jahren wohl noch mehr können. Im Vergleich zu dem was ich als Phone hier im Detail vorstelle. Als Nachteil dürfte das Phablet dann aber deutlich schwerer und für den Kernmarkt „unattraktiv“ gross sein. Sowie noch teurer.

Smartphone Bildschirm – wird schlanker

Der Bildschirm wird wie bisher weiterhin grösser werden. Dabei ist interessant zu beobachten dass zwar die Kernzahlen rapide wachsen: höhere Auflösungen, grössere Diagonale in Zoll. Aber der eigentlich nutzbare Bereich (Fläche, also Breite mal Höhe) nur langsam zunimmt.

Dies hat wohl vor allem damit zu tun, dass den wenigsten Kunden ein „breites“ Smartphone sympathisch ist. Moderne Smartphones schrumpfen sogar wieder in der Breite, sie sind somit schlank. Das Seitenverhältnis (Aspect Ratio) der Smartphone-Bildschirme war 2008 noch 3:2. Und ist dann 2015 zu 16:9 und zuletzt 2018 sogar zu mehr als 2:1 (z.B. 21:9) übergangen. Dies entspricht einerseits mehr und mehr Kinoformat und bestätigt die Trends: Junge Menschen schauen gerne Filme auf dem Smartphone, sowie der Grossteil der heute genutzten Internetbandbreite sind auf TV-Serien Streaming und natürlich Youtube zurück zu führen.

Filmformate und Attraktivität von schlanken Phones sorgen also für die grössere Diagonalen. Gleichzeitig aber leider nur sanft anwachsende Nutzfläche (weniger Breite, aber mehr Höhe). Wir werden 6.7 Zoll-Smartphones sehen, die nach wie vor nur 16.25 Quadratzoll an Fläche bieten bei angenehmen 6.7 cm Screenbreite (das 2018 aktuelle Samsung Galaxy S9+ ist bereits bei 7 cm Screenbreite angekommen).

Nicht zuletzt wird das Wachstum des Bildschirms, bei gleichzeitiger Verkleinerung des Gehäuses, sicherlich noch bis zum letzten möglichen Millimeter voranschreiten. Zur Zeit sind schon Screen-To-Body Ratios von über 80% erreicht (Smartphone Mii Mix). Aber rein theoretisch ist mit abgerundeten Glaskanten bis zu 100% machbar.

Smartphone Bildschirm – wieder ohne Notch

Bei fast allen neuen Smartphones 2018 wird eine Notch eingesetzt (Aussparung im oberen Teil des Smartphone Bildschirm). Diese wird aber nur ein Phänomen im Übergang sein. Sinn der Aussparung ist dort Ohrhörer (Lautsprecher) und Kameras, evtl. Status Leds zu haben. Bisher waren diese Ausserhalb des Bildschirms. Nun sind Sie in den Bereich des Bildschirms gewandert, werden aber ausgesparrt.

Stattdessen werden zukünftig diese Elemente unter dem Bildschirm sein: Mikrophone und Lautsprecher können mit Keramik unter den Bildschirm gebaut werden. Status LED’s können durch das (ausgeschaltete) Display leuchten. Und Kameras brauchen nur kleine runde Aussparungen, keine im Verhältnis riesige Notch.

Apple begann auf dem iPhone X die Notch. Dort ist der Sinn und Zweck die dort eingelassenen Tiefen-Sensoren. Mehrere Kameras und Infrarot Sensoren können die 3D Tiefe erfassen. Apple nutzt das in der Front bisher vorallem für Facial-Recognition. Aber auch dieses kann schon überlistet werden (z.B. einfach von Jugendlichen die ihren Eltern zu ähnlich sind). Und so wird es bis in fünf Jahren vermutlich nicht weiter eingesetzt werden.

Smartphone Bildschirm – Auflösungswachstum verlangsamt sich – Helligkeit legt zu

Nachdem das Wachstum der Auflösungen rasant war, ist es nun physikalisch an den ersten Limits angekommen. Vor allem von der menschlichen Wahrnehmung her: Der Unterschied zwischen 400 ppi und 500 ppi ist fast nicht mehr erkennbar. Auch für die schärfsten Augen ist über 500 ppi keine Verbesserung mehr sichtbar. Das Smartphone 2023 wird wohl noch 4K als Standard Auflösung erreichen. Aber Kinoformat typisch und der schlanken Ästhetik zuliebe nur mit 3840 mal 1645 Pixel. Das sind dann 6 Megapixel und somit eine riesige 623ppi Density (bei 6.7 Zoll Diagonale).

Moderne Materialien, bessere Bauweisen und auch grössere Akkus erlauben eine grössere Lichtausbeute des Displays. Die Helligkeit ist zwischen 2008 und 2018 um 400% gewachsen. Sie wird beim Smartphone 2023 nochmal ca. um 75% auf über 1400 NITS anwachsen. Dies wird eines der wichtigsten Merkmale neuer Smartphones sein: Gute Outdoor Ablesbarkeit (auch und gerade bei direkter Sonneneinstrahlung). So wie volle Farben und Leuchtkraft (Indoor). Beides geht bisher noch zu sehr auf Kosten des Akkuverbrauchs.

Smartphone Kamera – viele Kamera Linsen

Bei den Kameras werden sich ein paar interessante Trends etablieren und zum Standard werden: Wir werden statt aktuell zweier Hauptkameras und einer Frontkamera zukünftig 4+2 Kameras haben. Für 3D Gesichtserkennung und Portraitunschärfe werden sich vorne zwei Kameras befinden und Hinten ganze 4:

  1. Hauptkamera Mittelauflösend (farbig + extrem gute Helligkeit mit bis zu 1.2 f/Stop + auto focus)
  2. Unterstützungskamera Extrem hochauflösend (schwarzweiss)
  3. Teleobjektiv für Zoom
  4. Weitwinkelobjektiv (Fischauge, für Gruppenphotos, Innenräume und Panoramen)

Zusammen werden 1 und 2 als Standard 24 MegaPixel erreichen. Dabei sind wir heute schon physikalisch am Ende der Auflösung angekommen. Höhere Auflösungen (in winzigen Smartphone Kamera Chips) führen eher zu mehr rauschen und nicht zu mehr Schärfe. Erst durch die verbesserte Bauweise und geringen F-Stop wird die Lichtausbeute hoch. So, dass wir von einer Verdoppelung der Bildqualität ausgehen können. Eine Verdoppelung wie auch schon 2013 bis 2018. Noch höhere Auflösung (in guter Qualität) wird dann aber erst durch die Kombination von zwei Objektiven mit unterschiedlichen Eigenschaften möglich. Dazu ist intensive Softwareaufbereitung notwendig: die sogenannte Kamera Künstliche Intelligenz Software.

Smartphone Kamera – KI Software

Dies wird eine wichtige Aufgabe von „KI“ Software im Smartphone: Szenenabhängig aus den verschiedenen Kameras Ergebnisse zusammenrechnen. Man kann also ein Super-Bild aus 4 Kameras errechnen. Exakte Tiefenunschärfe aus 1+2+3+4, sehr panoramisch weiter Bildbereich aus 1+4, dennoch sehr hohe Detailauflösung im Zentrum aus 2+3. Die künstliche Intelligenz Software wird hier Situationen noch besser erkennen können als bisher. Nicht nur die Farbigkeit oder das Erkennen von Menschen und Objekten ermöglicht das Erkennen der Situation.

Zukünftig wird das Smartphone noch mehr Informationen über die Szene errechnen können. Durch die 4 eigenständigen Kameras. Diese können unterschiedlich auf der Rückseite des Smartphone Gehäuses angebracht werden. Wir werden eigenwillige Anordnungen sehen. Denn diese liefern unterschiedliche Blickwinkel und somit noch mehr Informationen. Von wo kommt Licht in das Bild? Ist es natürlich oder künstliches Licht? Wie ist die Komposition der Szene (Wie steht die Gruppe an Menschen? Ist das ein Baum hinter oder neben dem Mensch? Ist es eine grosse Szene die scharf sein soll? Oder ein Gegenlichtportrait bei dem nachträglich Schieberegler eine Nachbelichtung und Tiefen(un)schärfe dem Benutzer angeboten werden sollen?). Seit langem wird dann doch mal wieder der alte Marketingsatz zutreffen: Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Smartphone Kamera – Video Auflösung bleibt – Bandbreite explodiert

Während Smartphonekameras seit 2015 Videos in 4k in Kinoqualität aufnehmen können (3840 mal 2160 Pixel) können Sie es seit 2018 auch in 60 fps (Bilder pro Sekunde). Vorher war das nicht zuverlässig sondern nur mit Rolling-Shutter möglich. Das Besondere ist also im 2018 nicht die Auflösung! Sondern, dass die neuesten 2018 Geräte Ultra-Zeitlupe in 1280 mal 720 mit 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen können. Die Bandbreite ist somit gegenüber 2008 mit 0.03 Gbps (Gigabit Pro Sekunde) explodiert zu 11 Gbps (4k 60fps) in 2018. Dennoch bedeuten die Super-Zeitplupen nochmal eine Bandbreitenverdoppelung auf 20 Gigabit pro Sekunde.

Ich erwarte eine 4K Auflösung auch für das Smartphone 2023. Denn 8K wird auch dann noch keine breite Unterstützung in den Anzeigegeräten haben. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich die Bandbreite auf 30 Gbps weiter steigern wird. Der Standard für Videos wird dann HDR sein. Farben in 30bit, sowie eine Verdoppelung der Framerate von 60 fps auf 120 fps.

Smartphone Prozessor – Spitzenleistung steigt – Stromverbrauch sinkt

Obwohl wir mit dem Moore’schen Gesetz schon bald am Ende angekommen sind: Es wird deutlich länger dauern bis die Prozessorgeschwindigkeiten sich weiterhin verdoppeln. Bis 2023 ist aber noch genug Luft drin, damit die folgenden Entwicklungen passieren dürften:

  1. Prozessoren werden für kurze Zeit Berechnungen mit bis zu 3.4 Ghz durchführen können. Das ist besonders da es in dem engen und ungekühlten Smartphonegehäuse passieren muss. Dies betrifft natürlich nur einzelne Kerne des Prozessors und die Dauer wird auf sehr wenige Sekunden sinken. Das ist aber auch genau das was man am ehesten braucht: Laden einer App, Scrollen auf dem Bildschirm. Berrechnungen auf Knopfdruck durchführen, komplexe Effekte im Bildeditor. Sie sollen idealerweise möglichst schnell erledigt sein. Und danach folgt eine (menschliche) Pause.
  2. Die Prozessor Cluster werden weiter skalieren: Es werden bis zu 6 Cores pro Cluster sein und typischerweise 3 Cluster. D.h., dass das Smartphone theoretisch 6 Dinge auf einmal berechnen kann. Und gleichzeitig je nach Dringlichkeit oder nötiger Performance für Berechnungen 3 Gruppen von Prozessoren welche die Arbeit machen. 2018 sind die ersten 3 Cluster CPUs erhältlich, bis davor hatte es sich aber seit 2015 etabliert 2 Cluster zu haben: Viel Leistung (z.B: 2.4 Ghz) und Strom sparend (z.B. 1.5 Ghz). Zukünftig werden die Cores dann wohl eher 3.4 Ghz + 2.0 Ghz + 1.2 Ghz getaktet sein. Flexibel und ideal für jede Situation.
  3. Die Prozessor „Oberfläche“ wird weiter schrumpfen. 2008 war die etablierte Smartphone-Architektur noch eine 65 nm (Nanometer) Struktur. Bis 2013 verkleinerte sich das um 50% und nochmal um über 50% auf nur 10 nm für 2018. Für 2023 ist jetzt schon absehbar dass sich die Smartphoneprozessoren nicht nochmal um 50% verkleinern können. Dennoch auf 7nm Strukturgrösse reduzierbar sind.

Dies mag für den Laien recht abstrakt sein, bedeutet es aber den wichtigsten Aspekt: Strom-Sparsamkeit. Rein theoretisch wird dieser Schritt für ca. 20% weniger Verbrauch der Prozessoren sorgen können, wobei die wichtigsten Verbraucher die Funkntenne und vor allem die Beleuchtung des Bildschirms bleiben werden.

Smartphone Prozessor – Arbeitsspeicher steigt mehr als benötigt

Schon 2018 bieten fast alle Smartphones 4 GB Arbeitsspeicher, der Trend geht aber zu 6GB. Es lässt sich daraus extrapolieren, dass wir 2023 bei bis zu 12 GB angekommen sein werden. Theoretisch könnten es auch 16 GB sein, aber schon bei 8 GB stellt sich die Frage: Wozu? Anfangs der 80er Jahre war es ein Marketingspruch zu behauten: „Niemand wird je mehr als 640kb RAM brauchen“. Es wurde schnell klar dass man viel mehr nutzen kann. Dennoch benötigen heutige normale Arbeitsrechner nur für wenige Aufgaben mehr als 8 GB.

In den aktuellen Smartphones sind es eigentlich nur 3D Spiele. Mit hochauflösenden Texturen und komplexen Simulationen erreichen sie einen sehr grossen Speicherbedarf. Zukünftig könnten also auf dem Smartphone Videoschnitt oder andere speicherverschlingende Tätigkeiten durchgeführt werden. Aber wird die Hitze von Akku und Prozessor diese langfristigen Berechnungen ermöglichen? Das bleibt zu bezweifeln.

Smartphone Prozessor – Grafik Leistung verdreifacht sich

Moderne Spiele mit 3D Grafik haben auf dem Smartphone das Niveau von sehr teuren PCs erreicht. Sind wir heute bei der Leistung von PCs von ca. 2009 angekommen, werden die Smartphones 2023 beim Niveau von teuren Grafikkarten des Jahrgangs 2012 angekommen sein. Bedenkt man wie viel Stromverbrauch diese Grafikkarten haben, ist es eine der eindrucksvollsten Leistungen dies in Smartphones zu erreichen. Die verschiedenen Formen von Mixed Reality (Virtual Reality, Augmented Reality) werden diese 3D Leistung brauchen. Vor allem um photorealistisches 3D glaubhaft für unsere beiden Augen darstellen zu können.

Ob wir dann das Smartphone in ein Gestell stecken, oder eine externe 3D Brille tragen? Ich denke die Zeit ist knapp für 2023 schon „Linsen-Folien“ auf dem Display zu haben, das echtes 3D für zwei Augen ermöglicht (oder gar mehrere Zuschauer). Noch sind die Materialeigenschaften dieser Folien unideal. Zu unscharf und lichtschluckend sind sie. Somit will man sie nicht dauerhaft auf dem Smartphone (bei allen Anwendungssituationen) angebracht haben.

Smartphone Akku – Stagnation statt Fortschritt

Rein physikalisch steht keine grosse Verbesserung der Akkus bevor. Selbst wenn gewisse Ergebnisse der Materialforschung in den letzten Jahre mit Begeisterung betrachtet werden. Keine Akkufabrik wird ihre Prozesse schnell genug umstellen können, um bis 2023 andere Technologien zu bieten. Bis dahin werden sich im Akku Bereich nur zwei kleine Verbesserungen ergeben:

  1. Geringere Margen bei der Akku-Sicherheit (z.B. weniger „Polster“) für weniger Gewicht und Volumen der Akkus. Dies führte aber auch in der Vergangenheit schon zu „Explosionen“ wie z.B. bei der Rückrufaktion des Samsung Galaxy Note 7 im Jahr 2016.
  2. Des weiteren werden gerade im Automobilbau die Kobalt und andere Seltene-Erden-Element-Anteile zurückgehen (Kostensenkung) was aber aktive Akku-Kühlung erfordert z.B. Flüssigkeitsgekühlt wie im Tesla, während der VW e-Golf bisher nur passiv gekühlt wird. Da hierfür im Smartphone kein Platz ist, wird die Akku Technologie eher teurer werden. (Aktuell 2018 ist der Kobaltpreis sehr definierend angestiegen). Teurere Akkus führen dazu, dass die Hersteller eher weiterhin kleinere Smartphones mit kleinen Akkus bauen.

Smartphone Akku – Verschiedene ernüchternde Betrachtungsweisen

Interessant sind folgende „Kurven“ an Akku bezogenen Werten, die alle ein recht unpositives Gesamtbild ergeben:

  1. Akku pro Gewicht. Man berechne die mAh (Kapazität des Akkus) pro Gesamtgewicht des Phones. Daraus ergeben sich interessante Zahlen. Von 2008 auf 2018 gab es nur eine Verdoppelung. Und meine Berechnung sagt für 2023 auch nur eine Steigerung von ca. 10% vorraus. Wollen wir mehr Akku, braucht es auch in 5 Jahren noch mehr Gewicht.
  2. Prozessor Leistung pro Akku. Verrechne man die Leistung der Prozessoren mit der Baugrösse (Nanometer Struktur). Und dann mit der Akku Kapazität in mAh. So ist hier eine ungute Steigerung um 400% erfolgt. D.h. während die Prozessorstruktur auf 10% geschrumpft ist, ging die Stromersparnis nur auf 25% herunter.
  3. Akku pro Helligkeit. Berrechne man die früher sowie heute verbauten Bildschirme und ihre Helligkeit mit der Akkukapazität. So kann man daraus erkennen, dass wir nur noch halb so lange Laufzeiten haben. Weil die Bildschirme viel heller geworden sind. Jeder kennt das Gefühl: Früher hielt das Smartphone immer 2 Tage, heute muss der Akku in jeder Nacht aufgeladen werden. Bei hoher Benutzung eher früher.
Daniel Renkel

Leiter Entwicklung

Daniel Renkel arbeitet seit 20 Jahren als Software Engineer. Er hat erfolgreich in Deutschland Informatik studiert und sammelte bei grossen und kleinen Firmen einen breiten Erfahrungsschatz. Bei der Entwicklung von benutzerfreundlichen Büro Anwendungen, Multimedialen Computerspielen, Echtzeit 3D-Simulationen im Bereich Avionics.

Daniel Renkel erstellt für die Kunden von Swiss Smart Media technische Lösungskonzepte und leitet die Entwicklungsabteilung. Als Schnittstelle zwischen unseren Projektleitern und den Entwicklern erarbeitet er die Architektur unserer Software-Projekte und sorgt gemeinsam mit den Entwicklern für eine erfolgreiche Umsetzung.

Seine persönliche Stärken liegen im Konzipieren und Umsetzen von strukturierten User Interfaces, organisatorischen Abläufen, kreativen technischen sowie nichttechnischen Lösungen.

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Prozesse digitalisieren: mit QuickZoll legal durch den Zoll

Ja, ich gehöre noch zur aussterbenden Spezies der Raucher. Und ich reise gerne. Diese beiden Aspekte führen dazu, dass ich…

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Ja, ich gehöre noch zur aussterbenden Spezies der Raucher. Und ich reise gerne. Diese beiden Aspekte führen dazu, dass ich die im Frühling 2018 erschienene App QuickZoll der Eidgenössischen Zollverwaltung als tolles Beispiel aufzeigen möchte, wie man Prozesse digitalisieren kann. Eine tolle Applikation – übrigens auch für Nichtraucher.

Früher: der kleine Nervenkitzel bei der Einreise

Ich bin fast jedes Jahr irgendwo im Ausland in den Ferien. Manchmal verreise ich auch geschäftlich, beispielsweise zu unserer Entwicklungsfirma in Valencia. In Spanien kaufe ich meist grössere Mengen an Fleisch, Lomo, Jamon Serano und Chorizo gehören dort zu meinen Standardeinkäufen. Zudem kaufe ich mir im Duty Free eigentlich immer Zigaretten. Oft kam es somit in der Vergangenheit vor, dass ich ein paar Gramm Fleisch zu viel oder auch ein paar Zigaretten zu viel dabei hatte, als ich in die Schweiz zurückgekommen bin. Verzollt habe ich früher eigentlich nie etwas. Der Zeitaufwand, mich beim Zoll anzustellen war mir zu gross, das Risiko beim Zoll rausgenommen zu werden stufte ich als gering ein.

Umdenken dank einfachem digitalem Prozess

Ende März lancierte die Eidgenössische Zollverwaltung die App QuickZoll. Ich installierte die App umgehend und klickte mich ein bisschen durch die App durch. Im Mai war ich dann ein paar Tage in Berlin. Wie immer kaufte ich mir bei der Hinreise eine Stange Zigaretten im Duty Free und das selbe tat ich auch bei der Rückreise, obwohl noch eine halbe Stange von der Hinreise übrig war. Alles wie immer? Nicht ganz. Bei der Ankunft in Zürich zückte ich die QuickZoll App, erfasste brav die mitgeführten 300 Zigaretten und bezahlte mittels Kreditkarte.

Prozesse digitalisieren mit der QuickZoll App: In wenigen Schritten zur korrekten Verzollung

In wenigen Schritten zur korrekten Verzollung

Prozesse digitalisieren kann sich lohnen

Die Zahlen zu QuickZoll sind ziemlich eindrücklich. Wir haben bei der eidgenössischen Zollverwaltung nachgefragt und ein paar interessante Zahlen in Erfahrung gebracht. Die App wurde am 27. März lanciert. Bis Ende Juni wurden 2’500 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von knapp CHF 150’000 über die App abgewickelt. Dies entspricht somit einem durchschnittlichen Transaktionsvolumen von CHF 60.-

Es liegt mir fern zu behaupten, der Zoll hätte diese CHF 150’000.- ohne die App nicht eingenommen. Sicherlich sind unter den Transaktionen auch zahlreiche Nutzer, die auch ohne die App ihre Waren korrekt verzollt hätten. Aber beim einen oder anderen wird sicherlich wie bei mir ein Umdenken stattgefunden haben. Auf jeden Fall aber kann man sagen, dass die Applikation ein sehr schönes Beispiel ist, wie man seine Prozesse digitalisieren kann und damit einen Mehrwert für seine Kunden schafft.

Disclaimer: swiss smart media war weder an der Konzeption noch an der Entwicklung von QuickZoll beteiligt. Wir beraten unsere Kunden jedoch in verschiedenen Projekten bei der Digitalisierung von Prozessen und setzen diese als Entwicklungsunternehmen teilweise auch zusammen mit unseren Kunden um. Die QuickZoll-App gibt es für Android und iOS.

 

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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künstliche Intelligenz: wir trainieren sie täglich gratis und unbewusst

Wir alle helfen Google und anderen Konzernen dabei, ihre Software weiter zu entwickeln und zu verbessern. Dies machen wir nicht nur,…

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Wir alle helfen Google und anderen Konzernen dabei, ihre Software weiter zu entwickeln und zu verbessern. Dies machen wir nicht nur, indem wir ihnen unsere Daten zur Verfügung stellen sondern wir trainieren – manchmal sehr unbewusst – auch ihre Algorithmen für künstliche Intelligenz. Wie wir das tun und was es mit künstlicher Intelligenz auf sich hat, greifen wir in diesem Blog-Artikel auf.

Menschen als Software-Erweiterung

An der re:publica 2018 habe ich mir ein Referat von Sebastian Schmieg mit dem Thema „Menschen als Software-Erweiterungen“ angeschaut. Schmieg setzte in diesem Referat zunächst einen Fokus auf die Analyse von Plattformen wie fiverr.com, auf denen Menschen ihre Dienstleistungen anbieten. Auf diesen Plattformen kann man sich ab einem Startpreis von 5 USD ein Logo designen lassen, sein Video von einem nativen Sprecher vertonen oder ganze Webseiten erstellen lassen. Schmieg zeigte relativ ausführlich, wie sich Menschen auf diesen Plattformen hocharbeiten, um wie bei Google ganz oben in den Suchresultaten zu landen. Dies geschieht zum Teil auch, indem einerseits sehr günstige Preise geboten werden, andererseits erzählte Schmieg von ganzen Netzwerken von Sub-Contractorn, die für die jeweiligen „Hersteller“ arbeiten. Unter dem Motto „Masse statt Klasse“ wird damit eine unglaubliche Flut an Angeboten im Netz platziert. Viele der Anbieter stammen aus Entwicklungsländern mit sehr tiefem Lohnniveau. Ich habe solche Angebote noch nie selbst ausprobiert, in der Praxis dürfte aber gerade bei den sehr günstigen Angeboten auch Probleme in der Kommunikation und vermutlich auch bei der Qualität gängig sein.

Fiverr: Logo-Design zum Discounter-Preis

Fiverr: Logo-Design zum Discounter-Preis

Im zweiten Teil seines Referates ging es dann um das Thema künstliche Intelligenz und wie wir Internet-Nutzer täglich kostenlose Arbeit in diesem Bereich leisten.

Was ist eigentlich künstliche Intelligenz?

Um meine weiteren Ausführungen zum eigentlichen Thema dieses Blog-Beitrages zu verstehen, muss man zunächst einmal wissen, was künstliche Intelligenz genau ist. Künstliche Intelligenz wird in der Praxis oft mit KI abgekürzt, zum Teil wird auch zur englischen Abkürzung von Artifical Intelligence (AI) zurückgegriffen.

Zunächst einmal ist der Begriff der künstlichen Intelligenz etwas irreführend, da man oft vom Menschen als intelligentem Wesen ausgeht und versucht, dies auf Computer zu adaptieren. Ein Mensch kann aufgrund seiner Erfahrungen aus der Vergangenheit mögliche Ereignisse bzw. Ergebnisse in der Zukunft ableiten. Greift ein Kleinkind eine heisse Herdplatte an, merkt es, dass dies Schmerzen verursacht. Das Kind ist relativ schnell in der Lage, daraus abzuleiten, dass auch eine andere Herdplatte heiss sein kann und dementsprechend Schmerzen verursachen kann. Schnell wird das Kind auch lernen, heisse Gegenstände intuitiv zu erahnen. Das Kind wird ein Gefühl dafür entwickeln, welche Gegenstände potenziell heiss sein können: Metallgeländer, Motorhauben, usw. Das Ziel der künstlichen Intelligenz ist es, dass Computer – ähnlich dem Menschen – aus Beispielen Fähigkeiten erlernen können. Im Gegensatz zu klassischer Software-Entwicklung, bei der man dem Computer einen Lösungsweg vorgibt, lässt man bei KI jedoch den Computer einen eigenen Lösungsweg entwickeln. Das heisst in der Praxis, dass man ihm Basisinformationen vorgibt ihn eine Lösung finden lässt und danach bei falschen Resultaten nicht den Lösungsweg des Computers korrigiert sondern ihm nur die richtige Lösung mitteilt. Der Computer beginnt dann wieder von vorne und wiederholt seine Suche nach dem Lösungsweg so oft, bis ihm der Mensch bestätigt, dass er nun richtig liegt.

Schauen wir uns das an einem Beispiel an: Der Computer soll lernen, auf Bildern Hunde und Katzen zu erkennen. Dazu sind folgende Schritte nötig:

  1. Der Computer erhält eine grosse Auswahl an Fotos von Hunden und Katzen, wild gemischt
  2. Der Computer errechnet einen Lösungsvorschlag. Zu jedem Bild sagt er, ob er einen Hund oder eine Katze sieht.
  3. Im ersten Durchgang wird der Computer eine sehr hohe Fehlerquote haben. Ein Mensch sagt ihm jetzt zu jedem seiner Resultate, ob er richtig oder falsch gelegen hat.
  4. Die Schritte 1-3 werden beliebig oft wiederholt, bis der Computer die gewünschte Treffsicherheit erlangt hat (was je nach Komplexität des Themas tausende von Iterationen bedeuten kann)

In der Theorie wird zwischen starker und schwacher künstlicher Intelligenz entschieden. Eine starke künstliche Intelligenz entspricht den Fähigkeiten des Menschen, das heisst, eine starke künstliche Intelligenz wäre in der Lage verschiedene Themengebiete miteinander zu verknüpfen, wie das der Mensch auch kann. Ein Mensch kann beispielsweise herleiten, was eine zerschlagene Fensterscheibe bei einer Grossbank in Zürich mit dem Besuch eines amerikanischen Präsidenten in Davos zu tun hat. Davon ist ein Computer weit entfernt. KI bei Computern beschränkt sich heute darauf, dass ein Computersystem in einem Themengebiet intelligente Ansätze aufzeigt. Ein System, das auf die Erkennung von Bildern spezialisiert ist, kann also heute keine Spracherkennung und umgekehrt.

Wir trainieren die künstliche Intelligenz von Google

Nun zum eigentlichen Hauptthema dieses Artikels: Im zweiten Teil seines Referats ging Sebastian Schmieg auf einen sehr interessanten Aspekt ein, der mir bis anhin nicht bewusst war. Es ging darum, wie wir als Internet-Nutzer fast täglich Gratis-Arbeit für Internet-Konzerne leisten, ohne, dass wir uns dessen bewusst sind. Dass Unternehmen wie Google unsere Gmail-Daten anonymisiert auswerten, dürfte den meisten von uns bekannt sein. Dass wir aber aktiv ihre KI-Algorithmen trainieren, wissen vermutlich nur die wenigsten.

Sebastian Schmieg hat sich die Entwicklung von Captchas im Verlauf der letzten Jahrzehnte näher angeschaut. Die ersten Captchas waren ganz einfach gehalten: es waren Bilder mit Zahlen- und Buchstabenkombinationen. Durch das Erkennen der richtigen Kombination „bewies“ der Mensch einer Webseite, dass er kein Computer ist.

Simples Captcha: reine Erkennung von Text und Zahlen

Simples Captcha: reine Erkennung von Text und Zahlen

Soweit so gut. Das Captcha war damals Mittel zum Zweck. Für Menschen manchmal vielleicht etwas lästig, es erfüllte jedoch den Zweck, dass Formularübermittlungen nur durch Menschen gestartet werden konnten. Technisch war das Captcha nichts anderes als eine sehr simple Datenbank, die ein Bild mit einer „richtigen“ Antwort verknüpfte.

Einige Jahre später kamen plötzlich Captchas mit zwei Wörtern auf. Und hier begann die Tendenz, dass Software-Entwickler damit begannen, uns Internetnutzer für sie arbeiten zu lassen. Viele dieser Captchas aus zwei Wörtern waren nämlich so aufgebaut, dass nur eines der beiden Worte korrekt eingetippt werden musste. Das zweite Wort diente dem Software-Entwickler, seine Maschine zu trainieren. Zwar war dieses Vorgehen mutmasslich noch weit weg von KI, es legte jedoch die Basis dazu, dass Software-Anbieter den Nutzer für sich arbeiten lassen.

Und dann kam Google und führte das reCaptcha ein…

reCaptcha – das Captcha, das die KI von Google trainiert

Die von Google zur Verfügung gestellten Captchas sind Ihnen als Internetnutzer sicherlich auch schon aufgefallen. Es gibt zwei Versionen davon bzw. zwei Stufen der Authentifizierung. Die erste Stufe ist das simple Anklicken eines Kästchens „I’m not a robot“. Google analysiert dabei, wie der Nutzer den Mauszeiger auf dem Bildschirm bewegt und ob dies einer natürlichen Bewegung entspricht. Viel wichtiger für Google ist aber der zweite Teil. Dabei muss der Nutzer ein „Bilderrätsel“ lösen. Beispielsweise soll er alle Quadrate anklicken, auf denen ein Auto, ein Fahrrad, eine Strassenmarkierung oder wie auf dem Bild unten ein Strassenschild zu sehen ist.

reCaptcha: Der Nutzer trainiert die Maschine.

reCaptcha: Der Nutzer trainiert die Maschine.

Und damit leisten wir nun tagtäglich Gratisarbeit für Google. Wir trainieren ihre künstliche Intelligenz, ohne dass die meisten von uns sich dessen bewusst sind. Und Google macht daraus übrigens nicht einmal ein Geheimnis. Auf der Webseite, auf der Google das reCaptcha bewirbt, wird das Trainieren der eigenen KI sogar als einer der grossen Vorteile beworben:

reCaptcha: trainiere die künstliche Intelligenz von Google

reCaptcha: trainiere die künstliche Intelligenz von Google

Nicht nur Google lässt uns arbeiten

Es ist natürlich nicht nur Google, das uns Internetnutzer kostenlos für sich arbeiten lässt. Andere Plattformen stehen dem in nichts nach und es gibt auch Beispiele aus der Schweiz und Europa. Amazon und Digitec lassen uns fleissig Rezensionen zu ihren Produkten schreiben. Zalando fragt uns bei Rücksendungen, welche Grösse wir „jemandem mit gleicher Schuhgrösse“ eher empfehlen. Die Migros lässt uns über unsere Lieblingsprodukte abstimmen. Und wir als Nutzer tun diese Arbeit bereitwillig, ohne gross über den Wert dieser Arbeit nachzudenken.

Ihr eigenes Projekt mit künstlicher Intelligenz

Das Thema künstliche Intelligenz hat durchaus Zukunftspotenziale. Neben Google arbeiten fast alle grossen Player an Software-Lösungen, die auf KI basieren. Sei es SAP mit Leonardo, IBM mit Watson oder auch Microsoft. Sie alle bieten API’s, mit denen man schon heute eine vielzahl an KI-Lösungen umsetzen kann. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

 

Das vollständige Referat von Sebastian Schmieg kann man sich übrigens auf YouTube anschauen:

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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Amazon Dash Review

Unser CTO sucht und testet für Sie die Trends –  Amazon Dash Wand Kennen Sie schon Amazons neueste Pläne im…

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Unser CTO sucht und testet für Sie die Trends –  Amazon Dash Wand

Kennen Sie schon Amazons neueste Pläne im Rahmen von Internet of Things (ioT)? Dies beinhaltet nicht nur Amazon Alexa Software und Hardware, sondern eben auch die Amazon Dash Buttons und das neueste Produkt den Amazon Dash Wand. Wir haben ein wenig mit dem Amazon Dash Wand herumgespielt und möchten in diesem Artikel eine Art Überblick und Review geben:

Der Dash Wand ist ein kleines, eigenständiges Gerät um Produkte zu scannen, theoretisch ein Barcode-Scanner, praktisch kann der Dash Wand mehr. Begriffserklärung: „wand, engl. Zauberstab“.

Zur Zeit ist das Produkt nur in Amerika erhältlich, kostet dort USD 20, was als Preis-/Leistungsverhältnis schon fair scheint, zusätzlich aber von Amazon dort als „Kredit“ verbucht wird, d.h. zahlt man die USD 20, erhält man diese Summe für zukünftige Käufe gut geschrieben.

 

 

Was ist das Spannende an einem Amazon Barcode Scanner

Barcode Scanner gibt es seit den 90er Jahren für günstige Preise, damals allerdings immer stationär oder als Handgerät mit Kabel. Die Technologie ist seit den 2000er Jahren vorhanden dies auch kabellos zu realisieren, in den Supermärkten aber eigentlich fast immer praktischer wenn stationär an den Kassen. Die neuesten Schweiz weiten Versuche mit Selfcheck-Out gibt es je nach Supermarkt Kette auch schon tragbar, aber auch hier ist bei den Kunden stationär beliebter. Dennoch sind die Mobilgeräte sinnvoll, denn dann scannt der Kunde nicht erst an der Kasse, sondern schon früher, direkt am Regal.

Dennoch hat sich Amazon eine Menge Aufwand gemacht um einen besonders mobilen Barcode-Scanner zu entwickeln, aber wozu?

Damit wir alle noch früher scannen! Nicht beim Verlassen des Supermarktes, nicht schon am Regal, auch nicht schon beim betreten des Supermarktes; sondern direkt in unserer eigenen Küche. Mit dem Ziel dass wir eben gar nicht mehr aus dem Haus, respektive in den Supermarkt müssen, sondern Amazon uns das gescannte  liefern darf.


Wo und wann scannt man

Dash ist Amazons „Markenname“ für ihre Buttons mit denen man von zuhause aus bestellen kann. Dabei ist jeweils ein Produkt fix in einen Button programmiert. Aus der Sicht eines flexiblen, modernen Smartphone-Users total unflexibel. Aus der Sicht eines Vereinfachungen suchenden älteren Menschen, ganz schön clever.

Mit Notebook, Tablet oder Smartphone kann man natülrich schon lange Dinge bei Amazon bestellen, aber der meiste Umsatz ist natürlich mit unserer alltäglichen Nahrung zu machen. Food und Convenience Food Delivery ist also Amazons nächstes grosses Ziel. Und da ist der Dash Wand nun die Idee, dass man mit einem Barcode-Scanner direkt in der Küche scannen kann.

Sobald man also ein Lebensmittel verbraucht, sprich das Mehl beim Backen, die Tiefkühlpizza oder den Chardonnay, scannt man schnell mit dem Dash Wand den Barcode, bevor die Verpackung in den Abfall wandert.


Theoretisch ein super Produkt

Der Dash Wand ist etwa so gross und schwer wie eine kleine Taschenlampe. Er liegt super in der Hand, mit einem gutem Gewicht, er fühlt sich damit wertig an und hat ein paar schlaue Tricks: Er hat eine rutschfeste Gummierung (für nasse Küchen-Hände). Er ist magnetisch, so dass man ihn an irgend ein Metall in der Küche (z.B. der Nichteinbau-Kühlschrank) anheften kann. Oder man hängt ihn an einem mitgelieferten Haken auf. So oder so hat sich Amazon Mühe gegeben, dass man ihn mitten im Küchenleben immer zur Hand hat.

Das einrichten ist simpel: Per Bluetooth connected man ihn auf ein Smartphone, konfiguriert von dort den Dash Wand so, dass er sich von selbst ins hauseigene WiFi einwählt, und mit dem eigenen Amazon Konto verbinden kann. Danach braucht man das Smartphone nicht mehr. Sondern bei jedem Barcode Scannen wird direkt das gescannte Produkt per Internet erkannt und in das eigene Amazon Konto in den Warenkorb hinzugefügt. Ready for Purchase.

Aber halt, Scannen ist nicht alles! Nicht nur Bluetooth und WiFi beherrscht das Gerät, sondern es kann per Mikrophon auch aufnehmen. Damit können wir also, ähnlich einem in den 80ern so hippen Diktaphon per Spracheingabe bestellen. Hier verwendet Amazon die bekannte Alexa Spracherkennung die überraschend zuverlässig mit Schweizer-Standard-Hochdeutsch klar kommt, aber eher nicht mit einer Walisischen oder Welschen Sprache, geschweige denn Walliser Dialekt.


Aber praktisch mehrere schwierige Tücken

Dabei ist es recht frustrierend zu sehen, wie viele Produkte und Barcodes korrekt erkannt werden, dann aber dennoch Amazon sagen muss „dies bieten wir nicht an, versuchen Sie doch folgende ähnliche Produkte“. Bei einem Radiergummi im Büro ist das noch egal, bei Mehl vielleicht auch gerade noch so, aber mir statt der beliebtesten Schweizer Mineralwassersorte ein britisches Mineralwasser anzubieten, macht wenig Sinn.

Das Scanning-Prinzip ist eigentlich sehr robust. Robust ist hier der Fachbegriff für „funktioniert zuverlässig in vielen schwierigen Situationen“. Also wenn der Code verschmutzt oder verbogen ist, wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind. Allerdings ist das Scan-Prinzip schon verwirrend. Ich drücke einen Button, ein rotes Laserlicht erscheint um mir beim Zielen zu helfen und der Barcode wird gescannt. Aber halte ich den Button gedrückt? Oder tippe ich ihn nur an? Erkennt der Dash Wand das Antippen und auf den Barcode zeigen als Scann, oder erkennt er keinen Barcode und schaltet somit durch das Antippen in die Spracherkennung via Mikrophon? Sagt mir die freundliche Stimme, dass das Produkt hinzugefügt wurde, oder piepst der Dash Wand „positiv“ um mir zu sagen dass der Scan erfolgreich war. Piepst er „negativ“, oder piepst er auch mal nicht (obwohl der Scan erfolgte).

So oder so führte das zu etwas experimentellem Chaos bei uns Informatikern im Büro. Ich bin mir sicher bei meiner nicht mehr ganz so jungen Mutter führt es eher zur Unbrauchbarkeit des ganzen Produktes. Doof auch, dass ich bei viermaligem Scannen eines Produktes, nicht vier Einträge in meinem Warenkorb habe, sondern korrekt hat Amazon nur einen Eintrag des gleichen Produktes und dort steht dann vier mal bestellen. Das ist gut so wenn ich per Webseite ordere, aber beim Dash Wand führt es eher zum Risiko dass man die (ungewollte) viermalige Bestellung übersieht.


Das eigentliche Problem

Das ist aber alles noch zu verkraften und nimmt uns nicht den Spass an der guten Idee mit fast perfekter Umsetzung. Das eigentliche Problem findet sich bei den Produktebewertungen des Dash Wand durch Amerikanische Kunden auf amazon.com. Denn dort kann man nachlesen, dass die gängigen Produkte vieler Bundesstaaten, selbst Softdrink Sixpacks grosser Marken, nicht von Amazon verkauft werden, sondern von Drittanbietern durch den Amazon Shop. Was uns als Kunde sonst eigentlich egal ist, führt leider in diesem speziellen Fall dazu, dass gerne mal ein Cola Sixpack für USD 25 angeboten wird. Niemand würde das auf der Webseite bei diesem Anbieter auswählen, die Dosen sollten maximal USD 1 pro Stück kosten, das Sixpack günstiger. Aber leider wählt es der magische Dash Wand aus der automatisch das Produkt in den Warenkorb hinzufügt. Dies führt dazu, dass man am Ende doch auf die Webseite muss und mühsam die Produkte einzeln kontrollieren und gegebenenfalls austauschen muss.

Das Kundenfeedback des Produktes ist dann bei amazon.com leider nur bei 3.1 von 5 Sternen (von über 2000 Produktebewertungen). Für Amazon Verhältnisse ein schlechtes Produkt, welches man nicht kaufen „kann“. Selbst billige Stoffwindeln aus China erhalten bessere Bewertungen.

Schade, dass diese eigentlich angenehme und praktische Idee noch nicht ausgereift scheint. Es bleibt spannend, wann Amazon das Produkt für die USA reifen lässt und ob und wann es dann für den Europäischen Markt kommt. Immerhin  funktioniert die Technologie schon auch in Europa (wir haben mit einem Amazon UK und einem Amazon DE Konto getestet), aber man kann den Dash Wand bei uns noch nicht kaufen. Wohl aus gutem Grund?

Daniel Renkel

Leiter Entwicklung

Daniel Renkel arbeitet seit 20 Jahren als Software Engineer. Er hat erfolgreich in Deutschland Informatik studiert und sammelte bei grossen und kleinen Firmen einen breiten Erfahrungsschatz. Bei der Entwicklung von benutzerfreundlichen Büro Anwendungen, Multimedialen Computerspielen, Echtzeit 3D-Simulationen im Bereich Avionics.

Daniel Renkel erstellt für die Kunden von Swiss Smart Media technische Lösungskonzepte und leitet die Entwicklungsabteilung. Als Schnittstelle zwischen unseren Projektleitern und den Entwicklern erarbeitet er die Architektur unserer Software-Projekte und sorgt gemeinsam mit den Entwicklern für eine erfolgreiche Umsetzung.

Seine persönliche Stärken liegen im Konzipieren und Umsetzen von strukturierten User Interfaces, organisatorischen Abläufen, kreativen technischen sowie nichttechnischen Lösungen.

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Postcard App

Wie funktionierts? Eine App, mit welcher man eine Postkarte verschicken kann? Gibt es das nicht bereits? Doch, jedoch nicht in…

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Wie funktionierts?

Eine App, mit welcher man eine Postkarte verschicken kann? Gibt es das nicht bereits? Doch, jedoch nicht in dieser Form! Wir schaffen mit Hilfe einer bewährten Schnittstelle der Schweizerischen Post neue Möglichkeiten zum Versand von Emotionen per Postkarten. Unsere Lösung ist so aufgebaut, dass Sie sie auf einfache Weise auch für Ihr Unternehmen einsetzen können. Lassen Sie Ihre Kunden individuelle Grussbotschaften verschicken, sei es in Ihrer bestehenden App, auf einer Micro-Site für eine Marketing-Aktion oder in einer komplett neuen PostCard App Ihres Unternehmens.

Sebastian

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Nearshoring in der Software Entwicklung – ein Erfolgsmodell

Seit mehr als 15 Jahren entwickelt Swiss Smart Media Software für Kunden aus der Schweiz. Während Kundenbetreuung, Projektleitung und Software-Architektur…

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Seit mehr als 15 Jahren entwickelt Swiss Smart Media Software für Kunden aus der Schweiz. Während Kundenbetreuung, Projektleitung und Software-Architektur primär in der Schweiz erfolgen, haben wir uns von Beginn weg entschieden, die Software Entwicklung im Rahmen von Nearshoring ins Ausland zu verlagern. Nach durchwachsenen Erfahrungen in der Startphase mit der Entwicklung in Indien haben wir uns im Jahr 2010 entschieden, unsere eigene Tochterfirma in Spanien aufzubauen. Dabei bieten wir unseren Kunden je nach deren Bedürfnissen drei Modelle an: Vollständige Entwicklung von Software-Lösungen mit uns, Bodyleasing sowie eine Mischform dieser beiden Modelle.

Die drei Modelle im Überblick

Die meisten unserer Kunden wünschen sich bei Entwicklungsprojekten eine vollständige Betreuung durch Ansprechpartner in der Schweiz. Von Beginn an hatten wir deshalb in der Schweiz kompetente Software-Architekten, Projektleiter und Berater, die unsere Kunden in der Software Entwicklung begleiten. Zusammen mit dem Kunden definieren sie, welche Funktionalitäten die zu entwickelnde Software beinhalten soll und leiten aus diesen Anforderungen die Architektur ab. Die Entwicklungsleitung erfolgt in diesem Modell vollständig in der Schweiz und auch die letzten Schritte der Qualitätskontrolle werden wieder durch unsere Mitarbeitenden in der Schweiz vorgenommen, um einen hohen Qualitätsstandard sicherzustellen.

Beim Bodyleasing stellen wir unseren Kunden Entwickler-Ressourcen zu einem Pauschalpreis zur Verfügung. Dieses Modell eignet sich insbesondere für Kunden, die eigene Software-Architekten und Projektleiter angestellt haben, denen jedoch temporär oder langfristig Entwickler in den Programmiersprachen Swift (iOS-Apps), Java (Android-Apps), C# (Backend, Xamarin) oder Web (Html, Css, JavaScript und Php) fehlen. Der Kunde erhält in diesem Modell direkten Zugriff auf unsere Entwickler und leitet die Entwicklung, definiert die Prioritäten und übernimmt damit auch die Verantwortung für die Qualitätskontrolle.

Einige Kunden wünschen sich auch eine Mischform dieser beiden Modelle. Dabei handelt es sich primär um Kunden, welche zuerst ein Entwicklungsprojekt mit uns durchgeführt haben und nun in der Weiterentwicklung mehr Eigenverantwortung übernehmen wollen. In diesem Modell hat der Kunde zwar direkten Zugriff auf die Entwickler, er wird jedoch nach wie vor von einem Projektleiter und/oder einem Architekten von Swiss Smart Media begleitet.

Je nach Kunde eignet sich das eine oder das andere Modell besser. Es ist abhängig von den eigenen Ressourcen des Kunden aber auch von Kriterien wie dem Budget und den Prioritäten. Welches das am besten geeignete Modell ist, nehmen wir bei jedem Kunden im Rahmen einer Bedürfnisanalyse auf.

Nearshoring – die Vorteile für unsere Kunden und für uns

Das Nearshoring in Spanien bietet zahlreiche Vorteile – sowohl gegenüber einem Offshoring auf anderen Kontinenten als auch gegenüber der Entwicklung in der Schweiz:

  • Spanien liegt in der gleichen Zeitzone wie die Schweiz. Wir haben somit den Vorteil, dass unsere Entwickler zur selben Zeit arbeiten wie wir es tun und nicht zeitversetzt wie z.B. bei einer Entwicklung in Indien, Vietnam, Phillipinen (beliebte Offshoring-Ziele in der IT). Zudem liegt Spanien verleichsweise nahe an der Schweiz, was es uns ermöglicht, bei grösseren Projekten auch kurzfristig für Kickoff und Release – oder auch bei auftauchenden Problemen – entweder selbst nach Spanien zu reisen oder Entwickler zu uns in die Schweiz zu holen. Unser Büro in Valencia liegt nur zwei Flugstunden von Zürich oder Genf entfernt und ist mittels Direktverbindungen gut an die Schweiz angeschlossen.
  • Obwohl unbestritten zahlreiche kulturelle Unterschiede zwischen Spanien und der Schweiz bestehen, sind sich die beiden Kulturen ähnlicher als beispielsweise die Kultur in den meisten asiatischen Ländern. Dies hilft beim gegenseitigen Verständnis und verhindert unnötige kulturelle Barrieren.
  • In Spanien gibt es nach wie vor einen gesunden Markt an fähigen Entwicklern. Da Valencia auch über eine technische Universität verfügt gibt es eine grosse Anzahl an jungen und motivierten Software-Entwicklern. Während in der Schweiz die Suche nach einem geeigneten Entwickler mehrere Monate dauern kann, sind Entwickler in Spanien (noch) keine Mangelware.
  • Gegenüber Entwicklern in der Schweiz sind Entwicklungsressourcen in Spanien um einiges günstiger – und dies obwohl unsere Tochterfirma in Spanien Löhne über dem Branchenschnitt bezahlt.
  • Valencia ist eine sehr schöne Stadt. Für unsere Mitarbeitenden und Kunden in der Schweiz ist es durchaus auch ein Fringe-Benefit, dass sie bei beruflichen Aufenthalten in Spanien auch einmal ein Wochenende in Valencia bleiben können.

Wir beraten Sie gerne

Sie möchten ein eigenes Entwicklungsprojekt starten und können dieses nicht mit eigenen Ressourcen stemmen? Dann sind wir der ideale Entwicklungspartner für Sie. Unser Team von Spezialisten freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Valencia – schöne Altstadt und moderne Architektur vereint.

Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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Die Handy Safari App – Informationen für interessierte Destinationen

Bei Erwachsenen liegt das Wandern schon seit längerem im Trend. Nicht immer sehen Kinder dem Spass positiv entgegen, oft müssen…

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Bei Erwachsenen liegt das Wandern schon seit längerem im Trend. Nicht immer sehen Kinder dem Spass positiv entgegen, oft müssen sie zu Ihrem Glück gezwungen werden. Um die gemeinsame Wanderung aber für alle Teilnehmer zu einem schönen Erlebnis zu machen haben wir die zündende Idee entwickelt: Mit Hilfe unserer Handy Safari App für Abwechslung zu sorgen.

Teilnahme  per Handy Safari App

Seit vielen Jahren wird die Handy Safari an mehreren Tourismus-Destinationen in der Schweiz angeboten und gespielt.

Als Tourismus-Ort können Sie mit der Handy Safari den Teilnehmern spielend Ihre Destination näher bringen und Emotionen live transportieren.

 

Der Spielablauf:

  • Die Destination legt die Route fest, welche die Teilnehmer dann ablaufen werden
  • Der Teilnehmer startet die Handy Safari über mobile App
  • Die Reihenfolge der zu besuchenden Orte  ist durch den Spielablauf fest vorgegeben
  • Auf diesem Weg erhält er 5 Fragen. Sobald er eine Frage richtig beantwortet hat, kommt die nächste Frage mit einem Hinweis, wohin er sich als nächstes zu begeben hat.
  • Am Schluss erhält der Teilnehmer dann einen Gewinncode, mit welchem er im Tourismusbüro ein kleines Geschenk erhält (die Geschenke werden von den Destinationen organisiert), alternativ kann auch eine Schlussverlosung angeboten werden

 

Unsere Zielgruppen: Familien und Wanderbegeisterte

Diese kann sich sowohl als Feriengast im Hotel, in einer Ferienwohnung, als Dauermieter einer Ferienwohnung oder als Ferienwohnungsbesitzer in der Region aufhalten oder diese in Form eines Tagesausflugs aufsuchen.

Nicht zu vergessen sind aber auch die einheimischen Familien, denn auch für diese ist es interessant, die Umgebung einmal von einer anderen Seite zu entdecken.

 

Wissenwertes für die Destination

Wenn Sie die Handy Safari auch in Ihrer Destination anbieten möchten, sind folgende Informationen gut zu wissen:

  • Prüfen Sie, ob auf der gewünschten Route der Handy-Empfang gewährleistet ist
  • Bestimmen Sie die Route/Routen
  • Erstellen Sie die Fragen und Antworten inkl. Übersetzungen (Verfügbare Sprachen: DE/FR/IT/EN)
  • Logos und Fotos bereitstellen
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter
  • Testen Sie die Route
  • Werbemittel erstellen (z.B. Flyer, Plakat, Website)
  • Betreuung der Spielteilnehmer sicherstellen
  • Sofern vorhanden: Sofortgewinne aushändigen
  • Sofern vorhanden: Abgabestelle Sofortpreis muss 7 Tage in der Woche möglich sein. (Alternativer Abholort prüfen)
  • Der Support durch swiss smart media bei allfälligen Fragen oder Schwierigkeiten wird zu Bürozeiten per E-Mail oder Telefon gewährleistet sein

Die Handy Safari auch in Ihrer Destination

Mit der Handy Safari App bieten wir Ihnen eine hervorragende Möglichkeit, den Teilnehmenden die Destination näher zu bringen . Gerne beraten wir Sie bezüglich einer möglichen Umsetzung. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns Sie beraten zu dürfen.

 

 

 

 

Nina Dicht

Project Manager

Nina Dicht, absolvierte 2007 die 4-jährige Mediamatiker Ausbildung beim Bundesamt für Kommunikation in Biel. Nach der Ausbildung hat sie berufliche Erfahrungen in der Telekommunikationsbranche gesammelt. Bei der swiss smart media gmbh koordiniert sie als Project Manager die Umsetzung von Projekten. Als Generalistin stellt sie ein Bindeglied zwischen technischen Fachleuten und Anwendern dar. Zu Ihren Hauptaufgaben gehören unter anderem die Erstellung von Offerten, zeitliche Planung der Projekte und Ressourcen, sowie die Administration von Tasks und Sprints in Jira. Ausserdem führt sie Kommunikation mit unseren Kunden und Entwicklern und klärt aufkommende Fragen. Sie nimmt Change Requests und Supportanfragen entgegen und klärt diese mit den zuständigen Personen. Als gelernte Mediamatikerin fühlt sie sich auch bei Arbeiten mit Photoshop wohl und hilft bei der Erstellung von Mockups. Auch die Erstellung von Statistiken und Auswertungen oder schreiben von Texten für unsere Webseite fällt in ihr Aufgabengebiet.

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InnoJam am SAP Live Campus Basel

Vom 5.-7. März 2018 hat Swiss Smart Media an einem Hackathon teilgenommen. Der deutsche Software-Hersteller SAP lud anlässlich des SAP…

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Projekt Seite Projekt Seite Blog Seite: SAP Eventlösung mit HANA Cloud

Vom 5.-7. März 2018 hat Swiss Smart Media an einem Hackathon teilgenommen. Der deutsche Software-Hersteller SAP lud anlässlich des SAP Live Campus in Basel zum InnoJam. Zusammen mit einem Spezialisten der Schweizerischen Post entwickelten wir vor Ort in knapp 48 Stunden einen Usecase im Bereich Internet of Things (IoT).

Vorbereitung

Bereits im Vorfeld hatte SAP die Teilnehmer zu einem Einführungstag eingeladen, an welchem verschiedene, neu entwickelte Module vorgestellt wurden. Neben dem von uns genutzten IoT-Modul standen unter anderem ein Blockchain-Modul sowie der Zugriff auf die durch SAP entwickelte Machine Learning Applikation „SAP Leonardo“ zur Verfügung. Somit konnten sich alle Teilnehmer bereits im Vorfeld ein bisschen mit den zur Verfügung gestellten SAP-Modulen auseinandersetzen und sich für einen Usecase entscheiden, den man am InnoJam entwickeln möchte. Wir hatten uns deshalb ein IoT-Developer Kit von Tuino bestellt, den Tuino1. Der Tuino1 hat den Vorteil, dass beim Kauf der Hardware eine 12-Monate-Subscription für die Nutzung des LoRa-Netzes der Swisscom integriert ist. Über das LoRa-Netzwerk können kleine Datenmengen über weite Distanzen kabellos transportiert werden, es bietet also optimale Voraussetzungen für IoT-Anwendungen.

Die Entwicklungstage am InnoJam

Am Montagmittag startete der InnoJam mit einer Design-Thinking Session. Danach hatten die Teams die Möglichkeit, ihre im Vorfeld entwickelte Idee zu verfeinern und wir begannen mit der Entwicklung. Wir entschieden uns für einen eher simplen Usecase, für den wir auch ein Potenzial auf dem Markt sehen. Ziel war es, eine einfache Konfigurationsplattform für Smart Buttons zu entwickeln. Dabei sollte es auf einfache Art möglich sein, einem bestimmten Button eine Aktion zuzuweisen. In unserer vor Ort entwickelten Applikation hatten wir die folgenden Aktionen vorgesehen:

  • Bestellung des Wäsche-Service: Das Drücken des Buttons löst per SMS eine Bestellung an den Anbieter des Wäsche-Services mit Adresseangabe des Bestellers aus.
  • Bestellung Gärtner:  Das Drücken des Buttons löst per E-Mail eine Info an den Gärtner aus, dass Gartenarbeiten erledigt werden sollten.

Um die Aktionen zu konfigurieren, haben wir mittels UI-5 ein WebGUI aufgebaut, in welchem ein Button einem Kunden zugewiesen werden kann und gleichzeitig die Aktion definiert wird, die ausgelöst werden soll.

Einen grossen Dank gebührt den Mitarbeitern von SAP sowie allen Teilnehmern am InnoJam.

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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„Sehr empfehlenswert“- Der Gesundheitstipp nimmt unsere «e-symptoms» App unter die Lupe

Der Gesundheitstipp, das unabhängige Gesundheitsmagazin der Schweiz, hat in seiner aktuellen Ausgabe (Ausgabe 02/2018) drei mobile Apps zum Thema Gesundheit…

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Der Gesundheitstipp, das unabhängige Gesundheitsmagazin der Schweiz, hat in seiner aktuellen Ausgabe (Ausgabe 02/2018) drei mobile Apps zum Thema Gesundheit getestet und bewertet.  Unter anderem wurde die von uns entwickelte e-symptoms App, welche wir für das aha! Allergiezentrum Schweiz und dem Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education (CK-CARE) Davos umsetzen durften, unter die Lupe genommen.

Wir sind glücklich über die Testergebnisse vom Gesundheitstipp welche die App als «sehr empfehlenswert» bewertet haben. Unsere harte Arbeit wurde belohnt und gibt uns zusätzlichen Antrieb in Zukunft noch besser zu werden.

Testfragen für die tägliche Symptomaufzeichnung und weitere praktische Funktionen

Die App e-symptoms unterstützt als elektronisches Tagebuch Allergie- und Asthmabetroffene dabei, Symptome zu beobachten, zu quantifizieren und einfach zu dokumentieren. In einem täglichen Testdurchlauf werden die relevanten Symptome notiert sowie allfällige Medikamenteneinnahmen und Angaben zu Lebensgewohnheiten festgehalten. Zusätzlich zu den Testfragen können Fotoaufnahmen der Haut, beispielsweise bei Neurodermitis dokumentiert werden.

Das sind die Hauptfunktionen dieser App:

– Testfragen für die tägliche Symptomaufzeichnung
– Fotofunktion für die Aufnahmen von Hautveränderungen
– Statistikfunktionen
– Ratgeber mit umfassenden Informationen zu Allergien, Intoleranzen, Hautreaktionen, Asthma usw.
– Schutzfunktion der Daten durch persönlichen PIN
– Zusenden des persönlichen Tagebuches (Symptomaufzeichnung) als PDF mit entsprechenden Informationen zu Pollen, Regen, Feinstaub

Für Fragen oder Anregungen sind wir gerne für Sie da! Schreiben Sie uns contact@swisssmartmedia.com

Nina Dicht

Project Manager

Nina Dicht, absolvierte 2007 die 4-jährige Mediamatiker Ausbildung beim Bundesamt für Kommunikation in Biel. Nach der Ausbildung hat sie berufliche Erfahrungen in der Telekommunikationsbranche gesammelt. Bei der swiss smart media gmbh koordiniert sie als Project Manager die Umsetzung von Projekten. Als Generalistin stellt sie ein Bindeglied zwischen technischen Fachleuten und Anwendern dar. Zu Ihren Hauptaufgaben gehören unter anderem die Erstellung von Offerten, zeitliche Planung der Projekte und Ressourcen, sowie die Administration von Tasks und Sprints in Jira. Ausserdem führt sie Kommunikation mit unseren Kunden und Entwicklern und klärt aufkommende Fragen. Sie nimmt Change Requests und Supportanfragen entgegen und klärt diese mit den zuständigen Personen. Als gelernte Mediamatikerin fühlt sie sich auch bei Arbeiten mit Photoshop wohl und hilft bei der Erstellung von Mockups. Auch die Erstellung von Statistiken und Auswertungen oder schreiben von Texten für unsere Webseite fällt in ihr Aufgabengebiet.

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SAP Eventlösung mit HANA Cloud

Die im Jahr 2003 für SAP Schweiz entwickelte Eventlösung auf Basis von ASP und SQL durften wir im Jahr 2017…

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Projekt Seite Projekt Seite Blog Seite: InnoJam am SAP Live Campus Basel

Die im Jahr 2003 für SAP Schweiz entwickelte Eventlösung auf Basis von ASP und SQL durften wir im Jahr 2017 durch eine neue und zeitgemässe Lösung auf Basis der SAP Hana Cloud Plattform ersetzen. Durch die Unterstützung des SAP Co-Innovation Lab Schweiz konnten wir schnell und unkompliziert die neuen SAP Produkte kennenlernen und unsere Lösung direkt umsetzen. Die neue Software-Lösung ist ein Beispiel für eine hybride Integration verschiedener Plattformen, die verschiedenen Zielgruppen eine auf sie angepasste, effiziente und benutzerfreundliche Oberfläche zur Verfügung stellt.

Die Masken und Ansichten zu den administrativen Daten jedes Events wurde in der SAP eigenen UI5 Technologie umgesetzt. Die entsprechende  Applikation wird in der HANA Cloud gehostet. Über OData Services werden diese Daten dann externen Datenempfängern zur Verfügung gestellt, unter anderem der Webseite www.sapevent.ch. Die Marketing Abteilung von SAP  kümmert sich um die Event Promotion und verwaltet eigenständig die Webseite sapevent.ch mit Hilfe von WordPress Vorlagen. Die abschliessende Fusion der Marketing Promotions-Daten mit den administrativen Event-Daten (Agenda, Informationen zur Event-Lokalität, Event-Partner, Registrationen, usw.) geschieht mittels eigens zu diesem Zweck entwickelten WordPress Modulen.

Die von uns entwickelten WordPress Module kommunizieren direkt mit der HANA Cloud. Diese Kommunikation geschieht serverseitig über einen von uns eigens dafür entwickelten Gateway. Dieser ermöglicht es, beide Welten (WordPress basierte Webseite &  HANA Cloud) durch einen zusätzlichen Sicherheitslayer zu trennen. Diese Trennung bringt nicht nur sicherheitstechnische Vorteile, sondern auch einen für die Webseite nötigen Caching Mechanismus.

SAP Mobile Platform

Bild: Über ein UI5-Webinterface bearbeitet SAP die Event-Daten. Diese werden in der SAP HANA Cloud gespeichert. Das Event-Administrations Backend speist die WordPress-Seite mit Daten, welche die Eventbesucher auf sapevent.ch einsehen können.

Besucherverhalten analysieren

Ein zusätzliches Modul bildet die Verwaltung und das Tracking der Besucher am Event Tag ab. Mit dieser Teillösung werden Namens-Badges für die Teilnehmer entweder im Voraus vorbereitet oder direkt vor Ort am Event gedruckt. Während des Events scannen SAP Mitarbeitende diese Badges jeweils an den Eingängen. Das Tracking der Besucher erlaubt eine sofortige Besucher Analyse und eine spätere Analyse der Besucherflüsse am Event und der Interessen der Teilnehmer.

Wenn auch Sie Interesse bekunden als Partner SAP Produkte und Lösungen näher kennen zulernen und Ihre eigenen Ideen & Use-Cases umzusetzen, dann kontaktieren Sie bitte pascal.hagedorn@sap.com vom SAP Co-Innovation Lab Schweiz.

 

 

Nina Dicht

Project Manager

Nina Dicht, absolvierte 2007 die 4-jährige Mediamatiker Ausbildung beim Bundesamt für Kommunikation in Biel. Nach der Ausbildung hat sie berufliche Erfahrungen in der Telekommunikationsbranche gesammelt. Bei der swiss smart media gmbh koordiniert sie als Project Manager die Umsetzung von Projekten. Als Generalistin stellt sie ein Bindeglied zwischen technischen Fachleuten und Anwendern dar. Zu Ihren Hauptaufgaben gehören unter anderem die Erstellung von Offerten, zeitliche Planung der Projekte und Ressourcen, sowie die Administration von Tasks und Sprints in Jira. Ausserdem führt sie Kommunikation mit unseren Kunden und Entwicklern und klärt aufkommende Fragen. Sie nimmt Change Requests und Supportanfragen entgegen und klärt diese mit den zuständigen Personen. Als gelernte Mediamatikerin fühlt sie sich auch bei Arbeiten mit Photoshop wohl und hilft bei der Erstellung von Mockups. Auch die Erstellung von Statistiken und Auswertungen oder schreiben von Texten für unsere Webseite fällt in ihr Aufgabengebiet.

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SASI-App «Arbeitssicherheit neu definiert»

Die Arbeitssicherheit ist auf einer Baustelle ein zentraler Faktor – zumindest dachten wir uns das, bevor wir die ersten Gespräche…

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Projekt Seite

Die Arbeitssicherheit ist auf einer Baustelle ein zentraler Faktor – zumindest dachten wir uns das, bevor wir die ersten Gespräche über eine Sicherheits-/Instruktionsapp mit den Verantwortlichen des Schweizerischen Arbeitssicherheitsinstitut (SASI) führten. Da wurde uns schnell klar, dass Zeit- und Termindruck die wahren Treiber auf der Baustelle sind und entsprechend die Arbeitssicherheit in den Hintergrund verdrängen.

Geschieht auf der Baustelle ein Arbeitsunfall und der Verunfallte kann nachweisen, dass sein Vorgesetzter die Arbeitsanweisungen nicht korrekt oder unvollständig erteilt hat, so kann der Vorgesetzte bei Regressfällen für die Gesundheits- und Genesungskosten des Verunfallten haften. Dabei haftet er mit seinem Privatvermögen.

Mit wenigen Klicks die eigene Rechtssicherheit bewahren und die Arbeitssicherheit steigern

Dies ist auch der Grundgedanke der SASI Arbeitssicherheitsapp. Die App stellt das Nachweismanagement bzw. die Rechtssicherheit des Vorgesetzten (und wiederum dessen Vorgesetzten) sicher und sorgt gleichzeitig dafür, Unfälle auf der Baustelle präventiv zu verhindern.

Der Vorgesetzte teilt seine Arbeitsinstruktion, mit ein paar wenigen Klicks über sein Smartphone seinem Mitarbeiter mit. Die Instruktionsnachweise werden automatisch archiviert und können, bei einem Unfall, lückenlos nachgewiesen werden.

Um den Alltag auf der Baustelle sowohl für Vorgesetzte als auch ihre Mitarbeitenden zu erleichtern, wurden aber auch weitere interessante Details implementiert:

  • Die Baubranche ist sehr multikulturell. Die App ist deshalb bereits heute in 17 Sprachen verfügbar und erleichtert so die Nutzung für alle Mitarbeitenden, da jeder die Anweisungen und Informationen in seiner Muttersprache lesen kann.
  • Das System stellt sicher, dass Bauarbeiter auch die nötige Ausbildung zur Bedienung von Maschinen oder Werkzeugen besitzen, die sie zur Ausführung eines Auftrages benötigen. So kann ein Arbeitsschritt, der mit einem Bagger gemacht wird, nur Mitarbeitenden zugewiesen werden, welche die Qualifikation Baggerführer hinterlegt haben.
  • Einfache Mitarbeiter-Identifikation über persönliche QR-Codes, die auf den Helmen der Mitarbeitenden aufgedruckt werden.
  • Die Offline-Funktion stellt sicher, dass Instruktionsnachweise immer archiviert werden, auch wenn keine Verbindung zu Mobile Netzwerk oder WiFi besteht.
Screenshots der SASI Bausicherheits-App

Bild: Der Vorgesetzte erstellt Instruktionen in der App und weist diese einem Mitarbeitenden zu. Dieser erhält die Anweisungen direkt in seiner Inbox und kann die Ausführung dort quittieren.

Pilotbetrieb ab Januar 2018

Im Januar 2018 wird mit dem ersten Pilotbetrieb auf einer Baustelle gestartet. Die ersten Praxis-Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb werden so in die Weiterentwicklung der App einfliessen.

Wir sind überzeugt, dass die Vorteile einer digitalen Lösung gegenüber dem alten Papierblock so gross sind, dass sich die SASI-App schon bald nachhaltig auf Baustellen in der Schweiz durchsetzen wird.

Mehr Informationen zur SASI Bausicherheits-App finden Sie unter www.sasi.ch/app sowie in der folgenden Video-Zusammenfassung:

Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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Swiss Ice Hockey App: Vorteile des Azure Cloud-Hostings gezielt nutzen

Seit einigen Jahren ist das Buzzword „Cloud“ in aller Munde. Während noch vor wenigen Jahren die meisten Applikationen auf klassischen…

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Produkt Seite Projekt Seite Blog Seite: Das Konzept und einige Zahlen

Seit einigen Jahren ist das Buzzword „Cloud“ in aller Munde. Während noch vor wenigen Jahren die meisten Applikationen auf klassischen Serversystemen liefen, werden heute immer mehr Applikationen in der Cloud betrieben. Doch was genau ist der Vorteil? Wir zeigen es am Beispiel der Swiss Ice Hockey App, die wir dank der Azure Cloud effizient und kostengünstig betreiben.

Im Jahr 2015 hat Swiss Smart Media die Swiss Ice Hockey App umgesetzt und sich dabei bewusst für den Betrieb des Backends auf der Microsoft Azure Cloud entschieden. In diesem Beitrag zeigen wir auf, warum dies aus unserer Sicht genau die richtige Entscheidung war.

Was ist eigentlich diese Cloud?

Wikipedia sagt zum Thema Cloud Computing

Cloud Computing (deutsch Rechnerwolke) beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie beispielsweise Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung über das Internet.

 

Im IT-Gebrauch ist dabei oftmals gemeint, dass ein Dienstleister (die grossen Player im Markt sind Amazon, Microsoft und Google) eine grosse Anzahl an Servern dezentral (an verschiedenen Standorten) betreibt und die Rechenleistung und den Speicherplatz an seine Kunden verkauft. Die Rechenleistung und der Speicherplatz können dabei gemäss den Kundenbedürfnissen schnell und effizient skaliert werden. Bei vielen Anbietern lagern zudem die gleichen Daten auf unterschiedlichen Servern und der Endnutzer greift mit den Applikationen auf den ihm am nächsten gelegenen oder am wenigsten ausgelasteten Server zu.

Einige Zahlen zum Einstieg

Seit 2015 betreibt Swiss Smart Media für den Schweizerischen Eishockeyverband Swiss Ice Hockey die offizielle Swiss Ice Hockey App. Zeitgleich wurden auch für 10 Clubs der National League und der Swiss League sogenannte White Labeling Lösungen lanciert. Die Clubs können die App in ihrem eigenen Corporate Design und mit gewissen Individualisierungsmöglichkeiten in der Menüstruktur zu einem günstigen Preis beziehen.

Im November 2017 hatte die offizielle Swiss Ice Hockey App rund 100’000 aktive Nutzer. Die zehn Clubs kamen zusammen auf noch einmal fast 90’000 aktive Nutzer. Gesamthaft nutzen also fast 200’000 Eishockey-Fans die von uns erstellten Apps mindestens einmal im Monat.

In der Saison 2016/17 wurden 186 Millionen Push-Notifications an die Nutzer der insgesamt 11 Apps ausgeliefert. Wenige Sekunden, nachdem ein Tor gefallen ist, werden zehntausende von Hockey-Fans per Push-Notification darüber informiert.

An Spitzentagen, wenn sowohl die Profi-Ligen als auch die Regio League spielt, verarbeiten unsere Systeme bis zu 300 Eishockey-Spiele, einen grossen Teil davon parallel am Abend. Zu rund 17’000 aktiven Spielern werden täglich statistische Werte wie Tore, Assists und Strafen verarbeitet und in den Apps publiziert.

Saisonbetrieb und Spitzenzeiten

Eishockey wird naturgemäss im Winter gespielt. Zudem beschränken sich die Spielzeiten meistens auf die Abende und insbesondere auf die Wochenenden. Eindrücklich sichtbar wird dies, wenn man sich die Statistiken aus Google Analytics anschaut. Der Einfachheit halber, haben wir in diesem Artikel nur Zahlen zur Android-App von Swiss Ice Hockey verwendet. Die Diagramme sehen jedoch für iOS sowie für die Club-Apps relativ ähnlich aus.

Die erste Grafik zeigt den Jahresverlauf der Bildschirmaufrufe zwischen Januar und Ende November 2017. In dieser Grafik kristallisieren sich bereits einige Eishockey spezifische Tendenzen klar heraus:

  • In der Saison-Pause zwischen Mai und September wird die App kaum genutzt. Klar: Der Saisonbetrieb steht still, es gibt kaum interessante Inhalte für die Fans.
  • Die Playoffs sind in den Statistiken auch klar ersichtlich: Immer weniger Spiele verursachen auch weniger Bildschirme, die aufgerufen werden.
  • Ab August beginnen die ersten Testspiele, die Zugriffe nehmen zu.
  • Es gibt klare Peaks an den Wochenenden, an denen viele Spiele laufen und durch die Android-User bis zu 820’000 Bildschirmaufrufe zu verzeichnen sind.

Legt man den Fokus einmal auf eine zufällig gewählte Woche während der Saison sind diese Peaks ebenfalls sichtbar. Am Montag, Mittwoch und Donnerstag läuft wenig in der Eishockey-Welt. Am Dienstag findet jeweils eine Runde der National League statt. Die meisten Zugriffe werden am Wochenende verzeichnet, wenn sowohl die Profi-Ligen als auch die Spiele der Regio League laufen.

Betrachten wir nun einen einzelnen Spieltag, in diesem Fall einen Samstag Ende November 2017. Gibt es Morgens und Nachmittags nur wenige Zugriffe, nehmen diese ab 16 Uhr fast exponentiell zu. In der heissen Phase zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr haben die Nutzer an diesem Tag rund 150’000 Bildschirme in der App betrachtet.

Und was sind nun die Vorteile des Azure Cloud Hostings?

Mit einer klassischen Serverarchitektur, mit der eine Applikation wie die Swiss Ice Hockey App  wohl vor 10 Jahren umgesetzt worden wäre, wäre die ganze Rechenkapazität auf die oben sichtbaren Lastspitzen ausgelegt worden. Das hätte bedeutet, dass man in einem Rechenzentrum zahlreiche Server gemietet oder gekauft hätte, um während der Spielzeiten genügend Leistung zur Verfügung zu haben. Diese Server wären auch Tagsüber während Zeiten ohne grosse Last weiter betrieben worden. Eine Verschwendung von Ressourcen…

Heutige Cloud-Architekturen wie diejenige, welche wir auf Microsoft Azure aufgebaut haben, erlauben es uns, sehr flexibel auf die unterschiedliche Auslastung zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten zu reagieren: Während der Saisonpause oder an Tagen ohne Spiele wird die Rechenleistung automatisch heruntergefahren, während der Spitzenzeiten wird mehr Rechenleistung hinzugefügt. Dies hilft uns, für unseren Kunden Kosten einzusparen, da nur die effektiv genutzte Rechenleistung bezahlt wird.

Im Rahmen des Swiss Ice Hockey Projektes konnte Swiss Smart Media viele Erfahrungen in der Verwendung der Azure Cloud machen. Diese Erfahrungen helfen uns dabei, unsere Applikationen so auf die Azure Cloud-Umgebung zu optimieren, dass ein optimales Kosten-/Nutzenverhältnis für unsere Kunden entsteht. Dieses Know-How half uns im vergangenen Jahr, weitere Aufträge zu gewinnen, die auf der Azure Cloud aufbauen. Und nicht zuletzt befindet sich Swiss Smart Media momentan im Zertifizierungsprozess, um zukünftig als offizieller Microsoft-Partner für Azure in der Schweiz auftreten zu dürfen.

 

Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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PostCard App – Individuelle Postkarten per App verschicken

Eine App, mit welcher man eine Postkarte verschicken kann? Gibt es das nicht bereits? Doch, jedoch nicht in dieser Form!…

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Eine App, mit welcher man eine Postkarte verschicken kann? Gibt es das nicht bereits? Doch, jedoch nicht in dieser Form! Wir schaffen mit Hilfe einer bewährten Schnittstelle der Schweizerischen Post neue Möglichkeiten zum Versand von Emotionen per Postkarten. Unsere Lösung ist so aufgebaut, dass Sie sie auf einfache Weise auch für Ihr Unternehmen einsetzen können. Lassen Sie Ihre Kunden individuelle Grussbotschaften verschicken, sei es in Ihrer bestehenden App, auf einer Micro-Site für eine Marketing-Aktion oder in einer komplett neuen PostCard App Ihres Unternehmens.

Ihre Kunden versenden tolle Postkarten – mit einer Grussbotschaft Ihrer Firma

Nach der Umsetzung, die wir gerne mit Ihnen persönlich konzipieren, können Ihre Kunden kostenlose Postkarten mit einem von Ihnen definierten Zusatzelement verschicken. Dabei kann es sich z.B. um einen Rabatt-Coupon handeln, der im unteren Teil jeder Postkarte automatisch eingebunden wird. Sie bestimmen, wie viele Postkarten der einzelne Kunde versenden darf. So behalten Sie die volle Kostenkontrolle.

Hat Ihr Kunde die App installiert, wählt er ein Bild aus seiner Smartphone-Galerie oder schiesst ein Selfie mit seinen Freunden und verwandelt das Foto dann direkt in der PostCard App in eine Postkarte. Ein passender Text dazu, Adresse des Empfängers und los geht’s. Zwei Tage später erhält der Empfänger eine Postkarte mit einem Foto in top Qualität und mit dem durch Sie definierten Inhalt im unteren Bereich der Postkarte.

 

Ihre Markenbotschaft in jedem Schweizer Haushalt

Als Unternehmen können Sie doppelt profitieren. Ihr Kunde hat eine positive Brand-Experience, da Sie es ihm ermöglichen, kostenlose Postkarten zu versenden. Zudem gelangt Ihre Markenbotschaft direkt in den Haushalt des Empfängers und Sie erhalten so die Möglichkeit, sich neue potenzielle Kunden zu erschliessen. Entscheiden Sie sich zur Platzierung eines Rabatt-Coupons auf der Karte, können Sie den Erfolg Ihrer Marketing-Aktion direkt messen. In vielen Haushalten werden Postkarten zudem prominent am Kühlschrank oder an einer Pinnwand aufgehängt. So bleibt Ihre Marke in bleibender Erinnerung.

«Wer nicht wirbt, stirbt» sagte Henry Ford einst. Mit der PostCard App bieten wir Ihnen eine hervorragende Möglichkeit, auf eine persönliche und emotionale Art in den Schweizer Haushalten präsent zu sein. Gerne beraten wir Sie bezüglich einer möglichen Integration. Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns Sie beraten zu dürfen.

Nina Dicht

Project Manager

Nina Dicht, absolvierte 2007 die 4-jährige Mediamatiker Ausbildung beim Bundesamt für Kommunikation in Biel. Nach der Ausbildung hat sie berufliche Erfahrungen in der Telekommunikationsbranche gesammelt. Bei der swiss smart media gmbh koordiniert sie als Project Manager die Umsetzung von Projekten. Als Generalistin stellt sie ein Bindeglied zwischen technischen Fachleuten und Anwendern dar. Zu Ihren Hauptaufgaben gehören unter anderem die Erstellung von Offerten, zeitliche Planung der Projekte und Ressourcen, sowie die Administration von Tasks und Sprints in Jira. Ausserdem führt sie Kommunikation mit unseren Kunden und Entwicklern und klärt aufkommende Fragen. Sie nimmt Change Requests und Supportanfragen entgegen und klärt diese mit den zuständigen Personen. Als gelernte Mediamatikerin fühlt sie sich auch bei Arbeiten mit Photoshop wohl und hilft bei der Erstellung von Mockups. Auch die Erstellung von Statistiken und Auswertungen oder schreiben von Texten für unsere Webseite fällt in ihr Aufgabengebiet.

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iBeacon

iBeacon ist ein durch Apple im Jahre 2013 eingeführter Markenname für eine neue Navigations Technologie. Die Technologie basiert auf Bluetooth Low…

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iBeacon ist ein durch Apple im Jahre 2013 eingeführter Markenname für eine neue Navigations Technologie. Die Technologie basiert auf Bluetooth Low Energy (BLE), welche Nokia bereits im Jahre 2006 eingeführt hat. Obwohl das Verfahren an sich bereits seit iOS 7 und Android 4.3 unterstützt wird, können noch lange nicht alle Devices diese Technik einsetzen, dies bedingt durch die zum Teil fehlende Hardware Unterstützung für BLE bei älteren Geräten.

Der Name Beacon wurde vom englischen Begriff „Leuchtfeuer“ abgeleitet. Dieser Begriff beschreibt sehr präzise worum es hier geht. Beim Beacon handelt sich hiermit um ein kleines Gerät, das ein gerätespezifisches und eindeutiges ID per BLE, in fest definierten Zeitabständen schickt. Da es sich hier um BLE handelt, nimmt die Signalstärke mit zunehmender Entfernung zwischen Beacon und Smartphone ab. Genau diese Eigenschaft der Signalstärke und eindeutige ID macht sich ein Mobile Device zur Nutze um die Präsenz eines Beacons in unmittelbarer Nähe zu eruieren und darauf zu reagieren. Befinden sich mindestens drei Beacons in unmittelbarer Nähe eines Mobile Devices, dann kann mittels Triangulation die Position des Mobile Devices bestimmt werden.

Die Beacon-Technologie findet mit zunehmender Unterstützung der Mobile Devices immer mehr Anklang. Neben der Indoor Navigation (Führung, Audioguides…), Bildung (expliziter Download von Unterlagen in unmittelbarer Nähe zu einem Raum oder Objekt) und Sport (Checkin) lässt sich z.B. eine Shopping Tour anders erleben. Nutzer können aufgrund ihrer Einkaufsliste gezielt durch einen Laden geführt werden. Gleichzeitig kann man dem Kunden gezielt Angebote auf dem Smartphone zugänglich machen, wenn er sich vor einem bestimmten Regal befindet.

Die Beacon-Technologie befindet sich momentan noch in den Kinderschuhen. Zwar bestehen grosse Potenziale, bei der Entwicklung von entsprechenden Applikationen muss jedoch momentan noch mit Kinderkrankheiten gerechnet werden. In einem Projekt, das swiss smart media in den vergangenen Monaten begleiten durfte, konnten wir erste Erfahrungen mit Beacons sammeln. Dabei mussten wir verschiedentlich feststellen, dass die Fehleranfälligkeit bei der Erkennung der Beacons nach wie vor relativ hoch ist. Es wird also noch einige Entwicklungsschritte benötigen, bis sich die Beacons als wirklich Marktreifes Produkt etablieren können. Hierbei gilt es auch zu beachten, dass Agenturen die Technologie mit Bedacht einsetzen sollten, um die Verbreitung nicht im Keim zu ersticken. Dieses Thema haben wir bereits vor einem Jahr in unserem Artikel Töten die Agenturen den Beacon im Detail erläutert.

Beacon
Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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Schweizweit lokal profitieren dank Bieler Firma

PostAuto Schweiz lancierte am 2. September in Rheinfelden eine angereicherte App mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Informationen für eine…

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PostAuto Schweiz lancierte am 2. September in Rheinfelden eine angereicherte App mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Informationen für eine ganze Region. Konzipiert und Entwickelt wurde dieses neue und bisher einzigartige Produkt zusammen mit der Bieler Firma Swiss Smart Media.

In Rheinfelden reicht seit dieser Woche ein Click auf dem Handy, um zu wissen was die Region beschäftigt, was läuft oder wo es Aktionen gibt. Die PostAuto Schweiz AG hat die bereits bestehende Fahrplan-App stark ausgebaut und zur digitalen Informationsplattform für eine ganze Region umgewandelt. Lokale Informationen, lokale Angebote, Anlässe, Gutscheine oder Treueaktionen, alles findet Platz darin und die App  soll sich laufend weiter entwickeln. Konzipiert und Entwickelt wurde diese App zusammen mit der Bieler Firma Swiss Smart Media.

„Rheinfelden macht den Anfang. Die App soll aber noch in vielen weiteren Regionen zur Anwendung kommen, auch in der Region Biel“, so Alexander Sollberger, CEO von Swiss Smart Media. Apps sind voll im Trend, täglich erscheinen neue auf dem Markt, viele werden zwar heruntergeladen, danach aber kaum mehr gebraucht. „Eine App muss in erster Linie benutzerfreundlich sein. Unser neustes Angebot verbindet eine ganze Region. Daher sind wir von einer grossen Nachfrage überzeugt“, ergänzt Alex Sollberger.

In Rheinfelden steht hinter dieser App nebst PostAuto die PostFinance, die Stadt Rheinfelden sowie die Fricktaler Medien. So kann gewährleistet werden, dass nebst der Fahrplanauskunft auch Informationen zum tagesaktuellen Geschehen sowie Angaben zu Anlässen und Ereignissen aktuell abgerufen werden können. Die Plattform steht aber auch dem Gewerbe offen:  Aktionen und Angebote können lanciert und Kunden mit Treuepunkten belohnt werden.  So sollen längerfristig die vielen Kundenkarten ebenfalls durch diese App ersetzt werden.

Alexander Sollberger gilt als einer der Pioniere im Bereich der elektronischen Medien. Seine Firma ist eine digitale Agentur mit Sitz in Biel, die versteht, mit neuen Medien umzugehen. Seit über 10 Jahren erarbeitet Sollberger mit seinem Team innovative, digitale Lösungen für Firmen wie SAP, Feldschlösschen, Bell, Swiss Ice Hockey oder die Post. Die Spezialität von Swiss Smart Media sind integrierte Plattformen mit einer Fülle von Inhalten. Bereits in diesem Jahr konnte Swiss Smart Media zusammen mit der Post und aha! Allergiezentrum Schweiz den Allergiepass auf den Markt bringen. Weitere werden folgen. Das neuste Produkt, die erweiterte PostautoApp, kann ab sofort im iTunes- und Google Play-Store kostenlos heruntergeladen werden.

Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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Nach wie vor beliebt: SMS Wettbewerb

Selten hat sich eine Technologie so lange gehalten wie die SMS. Am 3. Dezember 1992, also vor rund 22 Jahren,…

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Selten hat sich eine Technologie so lange gehalten wie die SMS. Am 3. Dezember 1992, also vor rund 22 Jahren, wurde die erste SMS verschickt. Zwar haben Instant Messaging Dienste wie WhatsApp die SMS mittlerweile Mengenmässig überholt, dennoch hält sich die SMS nach wie vor wacker. Glaubt man den im Internet kursierenden Statistiken wurden auch im Jahr 2013 noch knapp 20 Milliarden SMS pro Tag verschickt, auch wenn die Tendenz rückläufig ist.

Nach wie vor beliebt ist insbesondere auch die SMS als Möglichkeit, an Wettbewerben teilzunehmen. Man schickt eine SMS mit Codewort an eine Kurznummer und nimmt so am Wettbewerb teil. Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine SMS ist schnell getippt und man braucht nicht zwingend ein Smartphone, um am Wettbewerb teilzunehmen. Für Firmen, die bei Wettbewerben die SMS als Teilnahmemöglichkeit anbieten ist der Vorteil zudem, dass die Kosten (zumindest teilweise) auf die Teilnehmer abgewälzt werden können. Zudem können bei Bedarf Adressen für das CRM gesammelt werden, die für zukünftige (Offline-) Kampagnen genutzt werden können.

swiss smart media besitzt seit längerem eine eigene Kurznummer, welche für SMS Wettbewerbe eingesetzt werden kann.  Vor kurzem durften wir für den Zürcher Radio-Sender Planet 105 anlässlich der vom Sender veranstalteten „DJ-Night“ eine solche Lösung umsetzen. Zu gewinnen gab es jeweils zwei der gefragten Tickets für die „DJ-Night“. Die Teilnehmer konnten vom 25.September bis 23. Oktober 2014 am Gewinnspiel teilnehmen. Die Tickets wurden unter allen Teilnehmern automatisch vom System verlost.

Kommuniziert wurde das Gewinnspiel über Flyer, im Radio selber und auf der eigenen Website. Die richtige Kommunikation stellt sich dabei immer wieder als zentraler Erfolgsfaktor für SMS-Wettbewerbe heraus. Nur wenn der Wettbewerb gut und über verschiedene Kanäle kommuniziert wird, werden auch die gewünschten Teilnehmerzahlen erreicht. Auch die Wahl des Keywords, welches an die Kurznummer geschickt wird, ist oft entscheidend für den Erfolg. Das Keyword sollte kurz und prägnant sein, so dass wenig Potenzial besteht, sich zu vertippen.

Ein weiterer Faktor, der beachtet werden muss, ist die in der Schweiz geltende  gesetzliche Situation, die vorschreibt, dass bei Wettbewerben die Möglichkeit einer kostenlosen Teilnahme geschaffen werden muss. Dies kann beispielsweise mittels eines Teilnahmeformulars auf der Webseite sichergestellt werden. Erfahrungsgemäss bevorzugen jedoch gerade Personen, die von unterwegs an Wettbewerben teilnehmen  die SMS gegenüber einer Teilnahme auf der Webseite, obwohl heute sehr viele Menschen ein Smartphone besitzen. Vermutlich liegt dies auch daran, dass eine SMS an eine Kurznummer schneller verschickt ist, als eine URL im Browser des Smartphones eingetippt werden kann.

Quellenverweis: Informationen zu SMS-Statistiken stammen von den folgenden Webseiten.

http://www.go2android.de/statistik-messenger-uberholen-erstmals-sms/http://de.statista.com/statistik/daten/studie/258398/umfrage/prognose-der-instant-messaging-nachrichten-vs-sms-weltweit/

Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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Töten die Agenturen den Beacon?

Letze Woche bin ich auf einen Blog-Artikel der Deutschen Beratungsfirma Invidis aufmerksam geworden, der darüber berichtet, dass der Bahnhof Düsseldorf vor…

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Letze Woche bin ich auf einen Blog-Artikel der Deutschen Beratungsfirma Invidis aufmerksam geworden, der darüber berichtet, dass der Bahnhof Düsseldorf vor kurzem flächendeckend mit Beacon-Sendern ausgestattet wurde. Beacons sind kleine Sendeeinheiten, die basierend auf der Bluetooth-Technologie zum Beispiel für die Navigation in Räumen verwendet werden können, da sie eine sehr genaue Ortung des Smartphones in einem dreidimensionalen Raum ermöglichen.

Eine wirklich tolle Technologie, die vielseitige Anwendungsfälle ermöglicht: Stattet z.B. ein Detailhändler seinen Laden mit Beacons aus, könnte sich der Kunde vor dem Einkauf eine Einkaufsliste in der App des Detailhändlers zusammenstellen und sich dann im Laden zu den verschiedenen Produkten navigieren lassen. Die App würde dem Kunden dann automatisch die optimale Route durch den Laden vorschlagen.

Voraussetzung zur Nutzung von Beacons ist, dass:

vor Ort genügend Beacons zur Ortung vorhanden sind.

  • der Kunde ein Smartphone mit mindestens Android 4.3 bzw. iOS 7 besitzt, welches den Bluetooth Low Energy Standard unterstützt.
  • der Kunde auf seinem Smartphone Bluetooth eingeschaltet hat.
  • der Kunde eine entsprechende App installiert hat, die von den Beacons angesprochen werden kann.

Wie das oben von mir erwähnte Beispiel der Indoor-Navigation zeigt, gibt es durchaus Anwendungszwecke der Beacons, die ein grosses Potenzial aufweisen und dem Kunden einen echten Mehrwert bieten könnten. Doch jetzt kommt die Kehrseite der Medaille: Die Beacons-Technologie bietet auch das Potenzial, sich selbst zu zerstören, bevor sie sich überhaupt durchsetzt. Ich erlaube mir einmal, aus dem oben erwähnten Artikel zu zitieren:

«(…)an Bahnhöfen, Flughäfen oder beliebigen anderen Orten erreichen die Marken ihre Kunden unterwegs. Etwa, um ihnen neue Angebote zu machen, die so unwiderstehlich sind, dass es die Käufer an den PoS zieht. Oder, um Zusatzinfos und Nutzwertiges automatisiert zuzusenden.»

Man stelle sich jetzt folgendes Szenario vor: Ich bewege mich im mit Beacons ausgestatteten Bahnhof Düsseldorf. Auf meinem Smartphone sind Apps von fünf Detailhändlern installiert, die einen Laden in diesem Bahnhof haben und mittels Beacons irgendwelche „unwiederstehlichen“ Angebote auf mein Smartphone pushen. Durchschnittlich alle 50 Meter dürfte also eine Mitteilung auf meinem Smartphone aufpoppen. Quizfrage: wie lange geht es, bis ich Bluetooth ausschalte und die entsprechenden Apps deinstalliere?

Meine grosse Befürchtung deshalb: der Beacon könnte so enden wie der QR-Code. Beim QR-Code handelt es sich um einen Link, der in einem Bild untergebracht ist und der mit einer App auf dem Smartphone abfotografiert werden kann und dann direkt zu einer Webseite führt. Eine Technologie, die sich zuerst in Japan verbreitete und dort auch sehr erfolgreich war und nach wie vor ist.

Vor rund drei Jahren gab es in der Schweiz einen regelrechten QR-Code Hype. Vermutlich haben damals einige findigen Werbeagenturen den QR-Code entdeckt und diesen ihren nichtsahnenden Kunden als das neue Wunderding verkauft. Was ich damals feststellte und weshalb ich persönlich glaube, dass sich der QR Code nicht durchgesetzt hat: die QR-Codes wurden dermassen schlecht angewendet, dass die Technologie von Beginn weg zum Scheitern verurteilt war:

  • In 7 von 10 Fällen führte der QR Code  nicht zu einem für den Kunden interessanten Angebot (z.B. zu dem, das auf der Plakatwerbung angepriesen wurde) sondern auf die Einstiegsseite der Webseite. Der Code war für den Kunden mit wenig Mehrwert verbunden.
  • In den drei Fällen, bei denen der Kunde beim Angebot landete, war es in vielen Fällen ein Angebot, für das ich zuerst einen Laden aufsuchen musste. Es fehlte  also die Möglichkeit, das Produkt direkt zu bestellen. Wenn ich sowieso einen Laden aufsuchen muss, bringt mir auch ein Link zum Angebot wenig.
  • In 9 von 10 Fällen führte der QR Code auf eine nicht Mobile-optimierte Webseite.

Ich gehöre oft zu den First Movern oder Early Adoptern und habe darum die verschiedenen QR-Codes auf den Werbeplakaten und Bus-Aushängern ausprobiert. Wäre die Technologie sinnvoll angewendet worden, hätte ich meinem Bekanntenkreis von der – zugegebenermassen etwas Erklärungsbedürftigen – Technologie sicherlich erzählt und dafür geworben. Aber so, wie die Umsetzung in der Praxis aussah, hätte ich mich höchstens blamiert, da man nicht wirklich davon ausgehen konnte, dass die QR-Codes, die dann meine Kollegen abfotografieren würden einen wirklichen Mehrwert bieten. Wenn man die First Mover und Early Adopter nicht überzeugen kann, wie will man dann weitere Zielgruppen überzeugen? Genau: es funktioniert nicht.

Zurück zum in der Einleitung erwähnten Artikel, der die Beacons unter anderem zum Allheilmittel für die Werbe-Push-Industrie erklärt. Wenn die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden Monaten mit solchen Experimenten beginnen wird und die Nutzer wahllos mit „Spezialangeboten“ zumüllt, werden es die Beacons schwer haben, sich zu etablieren. Deshalb müssen die Werbeagenturen nun aufpassen, dass sie nach dem QR-Code nicht auch den Beacon töten, bevor er richtig zum Leben erwacht. Es geht darum, den Endkunden sinnvolle, simple und Mehrwert stiftende Lösungenanzubieten. Dabei müssen die Bedürfnisse der Endkunden stets im Zentrum stehen.

Benötigen Sie Beratung zum sinnvollen Einsatz von Beacons? swiss smart media berät Sie gerne.

Beacon
Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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16 Bilder, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

Der IBM 350 war 1956 der erste Rechner mit einem Festplattenlaufwerk. Die Festplatte kostete 120’000 Dollar und bot Platz für…

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Der IBM 350 war 1956 der erste Rechner mit einem Festplattenlaufwerk. Die Festplatte kostete 120’000 Dollar und bot Platz für 5 Megabyte (MB). 2005 gab es winzige Speicherkarten mit 128 MB, heute speichern handelsübliche Karten 128 GB und kosten gut 50 Franken.

Schöner Beitrag von Watson.  16 Bilder, die beweisen, dass wir schon in der Zukunft leben

http://www.watson.ch/!751329490?utm_medium=earned&utm_source=app&utm_rainbowunicorn=0&utm_campaign=share-tracking

Alex Sollberger

CEO

Alexander Sollberger beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Crossmedia Konzepten und elektronischen Medien. Er realisierte verschiedene Start-up's, war CEO einer grösseren Verlagsgruppe und CEO eines Application Service Poviders. Für verschiedenste Unternehmen wie Coop, Blick, 20 Minuten,Feldschlösschen, Swisscom, Post, National Hockey League oder Swisslos entwickelt und realisiert er seit mehreren Jahren verschiedenste Crossmedia Konzepte.

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Fluchtplan ins Grüne: Wird Google zum Freizeitgestalter?

Im Verlauf dieser Woche hat Google die Seite „Fluchtplan ins Grüne“ aufgeschaltet. Die Seite bietet Freizeitideen in der Umgebung für Leute,…

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Im Verlauf dieser Woche hat Google die Seite „Fluchtplan ins Grüne“ aufgeschaltet. Die Seite bietet Freizeitideen in der Umgebung für Leute, die gerne ins Grüne flüchten möchten, jedoch gerade nicht wissen, wohin sie gehen sollten.

Zwar ist die Datenbasis in der Schweiz momentan noch ziemlich klein: Schweizer finden momentan nur ganz wenige Tipps und diese sind meist relativ weit vom eigenen Standort entfernt.  Gemäss Google handelt es sich um die Lieblingsplätze von Bloggern und Fotografen.

Der Dienst zeigt aber sehr schön, wohin die Reise gehen könnte: Spontane Freizeitideen in der näheren Umgebung, mittelfristig wohl auch verknüpft mit weiteren Daten aus Google Maps wie z.B. Restaurant-Tipps. Möglich auch, dass der Dienst über kurz oder lang in ähnlicher Form auch in der Google Maps App oder auch in die Desktop-Version von Google Maps integriert wird.

Google beeinflusst uns schon heute immer stärker in der Wahl von Varianten. Restaurants und Hotels werden auf Google Maps prominenter dargestellt, wenn Google findet, dass sie zu mir passen. Ist man in einer fremden Stadt zeigt das in der Google-Suchapp integrierte Google Now bereits seit längerem beliebte Orte und Restaurants in der Umgebung an und führt einem bei Interesse direkt zum Ziel. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen mit einer lokalen Präsenz auf Google und auf Google Maps gut auffindbar sind.

Fluchtplan ins Grüne Fluchtplan ins Grüne
Pascal Müller

Digital Business Consultant

Pascal Müller absolvierte eine Lehre als Mediamatiker und eine Weiterbildung zum Diplomierten Marketingmanager HF. Im Jahr 2017 erweiterte er sein Wissen im Rahmen des CAS Disruptive Technologien, im Jahr 2019 mit dem CAS Digital Risk Management. Zudem besitzt er die Google Ads Zertifizierung. Nach der Lehre hat er mehrere Jahre berufliche Erfahrung im Bereich des Innovationsmanagements gesammelt und leitete unter anderem mehrere technische Innovationsprojekte bei der PostAuto Schweiz AG.
Als Schnittstelle zwischen Marketing und Technik begleitet Pascal Müller die Kunden von Swiss Smart Media bei der Erarbeitung von Anforderungen an ihre Software-Lösung und leitet Projekte als Projektleiter und führt auf Seite der Kunden als ProductOwner.
Er verfolgt die technische Entwicklung im Bereich der App- und Webtechnologien und gehört meistens zu den First Movern.

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